Kai Schlieter: Die Herrschaftsformel

Umfang: 320 Seiten, Hardcover, ISBN 978-3-86489-108-3, € 19,99 (D), € 20,60 (A), Westend Verlag, Frankfurt/M.

„Künstliche Intelligenz ist die größte Gefahr für die Menschheit“, sagt Stephen Hawking. Gemeint ist damit, daß von Menschenhand geschaffene Intelligenz die natürliche überflügelt und sich der Kontrolle entzieht. Man geht davon aus, daß sie sich dann auch selbständig weiter entwickelt ohne Eingriffsmöglichkeit und Entscheidungen trifft zum Nachteil der Menschen. Früher war das Science-Fiction. Und jetzt Realität?

Der Autor geht den Bemühungen nach, künstliche Intelligenz zu schaffen. Daß man sich damit beschäftigen kann, ist einem Phänomen geschuldet: Der ständig wachsenden Rechnerleistung. Waren Rechner ursprünglich so groß wie Kleiderschränke und nur durch das Zusammenkopplen vieler Kleiderschränke kam man zu Ergebnissen, sind es heute Miniaturen, die ein Vielfaches von dem ermöglichen. Mit dem gegenwärtigen Stand der Technik ist eine umfassende Steuerung möglich. Erprobt wurde sie schon Salvatore Allende in Chile, der allerdings damit scheiterte.

Kai Schlieter zeigt, wie man „Big Data“ einsetzen kann, auch zum Manipulieren Einzelner, Gruppen, ja Völker. Nur sollte man sich nicht bange machen lassen, künstliche Intelligenz ist das (noch) nicht.
Wenn der Autor meint, die Steuerung der Verhaltensweisen könnte demnächst nicht mehr über Usancen, Gesetze und politische Überzeugungsarbeit erfolgen, sondern über „algorithmische Regulation“, dann ist das schon verständlich, ob es dazu kommt, liegt aber an uns selbst. Denn entziehen kann man sich dem Zwang der sozialen Medien schon noch.

Das Verdienst des Autors liegt in der Bestandsaufnahme. Die ist beeindruckend und bezieht auch neuste Entwicklungen mit ein.




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