Leipzig vor Dresden

Sachsen wird gern als Tor zu Osteuropa bezeichnet. Das macht die Hotelmärkte in den größten Städten des Landes, Dresden und Leipzig, für Investoren interessant. Deshalb hat die Firma Christie & Co, nach Köln und Düsseldorf, diese Hotelmärke unter die Lupe genommen.

In Dresden und Leipzig hat der Reiseverkehr die Nachfrage nach Hotels und Hotels garni in den letzten fünf Jahren zunehmen lassen. Dabei verbuchen die Ankünfte in Dresden einen stärkeren Anstieg als die Übernachtungszahlen, was darauf schließen lässt, dass sich die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste verkürzt hat. In Leipzig ist es hingegen umgekehrt. Insgesamt verbringen Gäste zwar nach wie vor mehr Zeit in Dresden als in Leipzig. Das Interesse an Leipzig steigt aber stetig. In absoluten Zahlen bleibt Dresden mit 1,9 Millionen Ankünften – gegenüber 1,4 Millionen in Leipzig – sowie 3,9 Millionen Übernachtungen – im Vergleich zu 2,5 Millionen in Leipzig – vorn, wobei es sich um Zahlen aus 2015 handelt. Der Großteil der Nachfrage kommt aus dem Inland – 80% in Dresden und 85% in Leipzig. In beiden Städten stehen die USA bei den ausländischen Quellmärkten an der Spitze, Platz 2 belegt in Dresden die Schweiz, in Leipzig das Vereinigte Königreich.

Die von STR Global erhobenen Kennziffern zu Zimmerpreisen und -auslastung zeigen für 2016, daß Dresden trotz eines leichten Rückgangs der Auslastungsraten eine Steigerung der Erlöse erlebt, aber der Unmut eines Teils der Bevölkerung, der sich in dem Aufkommen von Pegida manifestiert, belastet. Im Juli 2016 brachen alle Performancekennzahlen ein. Negativ wirken sich auch touristische Abgaben aus, die im Volksmund Bettensteuer genannt werden, welche die Stimmung der Hoteliers, aber auch ihr Portemonnaie belasten. Leipzig geht da klüger vor und profitiert.

Die ganze Studie (in englischer Sprache) kann hier abgerufen werden




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