Wellness-Hotels & Resorts: Bei Trendthemen vorn

Michael Altewischer, Geschäftsführer der Wellness-Hotels & Resorts von Anbeginn, gilt in der Branche als kluger Kopf und ist anregender Gesprächspartner. Er stand der Redaktion - wie schon seit vielen Jahren zuvor - für ein Interview in der Zentrale der Kooperation auf der Haroldstraße in Düsseldorf zur Verfügung.

Frage: Die Kooperation Wellness Hotels & Resorts ist ein wenig kleiner geworden. Sie hat jetzt 43 Hotels und Ferienanlagen im Portefeuille. Kollegen in Holland und der Schweiz haben sich verabschiedet. Können Sie etwas über die Gründe sagen und welche Schwerpunkte Sie bei der Neuakquisition setzten?

Michael Altewischer: Es ist bekannt, daß der Wechselkurs von Euro und Schweizer Franken in einem ungünstigen Verhältnis steht. Für deutsche Urlauber wurden somit Wellnessurlaube in der Schweiz schlicht und einfach zu teuer. Sonst ist es wie in jeder anderen Kooperation: Nichts ist beständiger als der Wandel. Gleichwohl werden wir in diesem Jahr auch wieder wachsen.

Frage: Hotelkooperationen haben verschiedene Vorteile für die Mitglieder. Einer davon ist die ständige Weiterentwicklung, welche die Gäste erwarten. Wo setzt die Kooperation jetzt die Akzente?

Michael Altewischer: Wir sind mit unserer Kooperation seit 1997 auf dem Wellness-Markt. Dabei waren wir immer mit unseren Themen dem Markt eine Nasenspitze voraus. Das zeigen z.B. unsere Leitthemen wie Nachhaltigkeit oder Achtsamkeit aus den vergangenen Jahren und unsere marktweisenden jährlichen Wellness-Trends, die nicht nur in der Wellness-Branche häufig zitiert werden.

Frage: Der Verkauf ist die Seele des Geschäfts, aber im Einkauf liegt der Gewinn, sagt die Betriebswirtschaft. Was kann die Kooperation hier leisten?

Michael Altewischer: Wir vertrauen diesbezüglich z.B auf die Arbeit der HGK und setzen u.a. durch interne ERFA Treffen mit den Spa-Leitungen auf die Optimierung der innerbetrieblichen Abläufe. Darüberhinaus haben wir mit führende Kosmetikherstellern und Zulieferern der Wellnessbranche enge Kontakte, die unseren Partnern zugute kommen.

Frage: Hotels haben meistens verschiedene Schwerpunkte in der Ausrichtung. Manchmal ist MICE – in deutscher Übersetzung: Tagungen, Feste oder Konferenzen – neben Wellness, was das Geschäft bringt. Wenn Hotels nun in unterschiedlichen Kooperationen mitwirken wollen, wie gehen Sie damit um?

Michael Altewischer: Für uns stellt eine Mitgliedschaft in mehreren Kooperationen kein Problem da, solange die von uns gestellten Anforderungen an ein Wellnesshotel erfüllt werden.

Frage: Zum Wohlbefinden gehören essen und trinken wie Leib und Seele, wobei schmackhaft die wichtigste Eigenschaft für die Kundschaft ist. Aber es hat sich herumgesprochen, daß man mit dem was man zu sich nimmt auch etwas für die Gesundheit tun kann. Wie wird der Trend in der Kooperation aufgegriffen und was tun Sie, um ihn zu kommunizieren?

Michael Altewischer: Die Wellness-Vital-Küche ist in all unseren Partnerhotels Standard. Bereits seit zwanzig Jahren schulen wir in Wellness-Vital-Köche-Schulungen die Köche unserer Partnerhotels in diversen Bereichen von Sensorik bis hin zu aktuellen Ernährungskonzepten wie z.B. vegane Speisen. Das Thema Ernährung war zudem in der diesjährigen Umfrage zu den Wellness-Trends ein Schwerpunkt.

Frage: Körperliches Wohlbefinden ist ohne Wellness des Gemüts nicht möglich. Auch hier wachsen die Ansprüche. Wie ist damit umzugehen?

Michael Altewischer: Wellness als Lebensstil muß immer ganzheitlich betrachtet werden und umfaßt Körper, Geist, Seele und Umwelt in gleichem Umfang. Somit ist ein ganzheitliches Wohlbefinden nicht möglich, wenn eine dieser Komponenten nicht mitspielt. Viele Menschen erleben ihren Alltag als von Stress und Hektik geprägt und sehnen sich bei einer Wellness-Auszeit nach der Möglichkeit, Abstand davon zu gewinnen. Aus diesem Grund gibt es heute in vielen Wellnesshotels besondere Angebote gegen Stress. Das können z.B. Achtsamkeitstrainings, Balance Camps, Coachings oder Yoga Retreats sein. Auch unser aktuelles Jahresthema „Lebensrhythmen“ weist auf diese Problematik hin. Hierbei geht es darum, daß wir unsere eigenen, inneren Rhythmen oft zu sehr der Form Alltag anpassen und auf unsere eigenen Bedürfnisse nicht mehr achten. Aufenthalte in Wellnesshotels bieten dann die optimale Möglichkeit, wieder zum eigenen inneren Rhythmus zurückzukehren.
Quelle: NFh Nr.07/17, Wellness Beilage




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