Wird es noch etwas mit der Niki Luftfahrt GmbH?

Niki Lauda vor einem Flugzeug der von ihm gegründeten Airline, Foto: Wirschaftswoche

Der Verkauf der Niki Luftfahrt GmbH geht in die entscheidende Phase. Der vorläufige Insolvenzverwalter der GmbH teilte soeben mit, daß sechs strategische Interessenten Angebote für weite Teile des Geschäftsbetriebs vorgelegt haben. Davon sind fünf Angebote verbindlich. Der vorläufige Gläubigerausschuss hat Lucas Flöther beauftragt, zunächst mit zwei der Bieter in die Endverhandlungen für einen Kaufvertrag einzutreten.

Aufgrund von Verschwiegenheitsverpflichtungen kann der Öffentlichkeit keine weitergehenden Auskünfte zum Investorenprozess gegeben Weden, bevor nicht ein Kaufvertrag unterschrieben ist.

Flöther war am Mittwoch nach Wien gereist und hatte dort Gespräche mit den österreichischen Aufsichtsbehörden geführt. „Die Behörden waren sehr aufgeschlossen und entgegenkommend“, betonte Flöther. „Sollten wir bis Ende Dezember einen unterschriftsreifen Vertrag haben, ist es sogar möglich, dass die Frist noch um ein paar Tage verlängert wird.“

Trotzdem bleibt nur noch wenig Zeit. Denn nicht nur der mögliche Verlust der Betriebsgenehmigung drängt zur Eile: Der Flieger braucht dringend frisches Geld, um die laufenden Kosten zu decken, die trotz der Einstellung des Flugbetriebs tagtäglich anfallen. Ein Investor muß deshalb bereit und in der Lage sein, noch vor dem Betriebsübergang („Closing“) die Mittel zur Verfügung zu stellen, die für den laufenden Betrieb benötigt werden. Dies haben die beiden Bieter, mit denen nun verhandelt wird, auch in Aussicht gestellt. Ohne diese Zusage wäre eine Betriebsstilllegung nicht zu vermeiden mit allen negativen Folgen für die Werthaltigkeit des Unternehmens.

Eine Stunde, nachdem die von Flöther beauftragte Agentur die Meldung verbreitete, es seien zwei Bieter im finalen Prozeß wird diese Zahl auf v i e r korrigiert.




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