Bosch setzt auf den Verbrennungsmotor

Das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen Bosch erzielte 2017 ein Umsatzplus von 6,7%. Es wurde nach vorläufigen Zahlen ein Umsatz in Höhe von rund € 78 Mrd. erwirtschaftet. Wechselkursbereinigt stiegen die Erlöse um 8,3%. Den Umsatzausweis belasten negative Wechselkurseffekte von insgesamt rund € 1,2 Mrd. „... 2017 haben wir den höchsten Umsatz in der Unternehmensgeschichte erzielt“, sagte Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH - Foto -, anläßlich der Vorstellung der vorläufigen Geschäftszahlen in Ludwigsburg. Das Unternehmen bleibe aufgrund seiner Innovationskraft und der auf Vernetzung fokussierten Strategie auf Wachstumskurs. Denner weiter: „Wir haben früh das Potential der Vernetzung erkannt. Jetzt erzielen wir geschäftliche Erfolge damit.“ Das operative EBIT (Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern) stieg 2017 auf rund € 5,3 Mrd. Die operative EBIT-Rendite liegt bei 6,8%.

„Mit dem Erfolg im Kerngeschäft finanziert Bosch den Weg zum führenden Anbieter im Internet der Dinge (IoT) und von Mobilitätslösungen“, erläuterte Prof. Dr. Stefan Asenkerschbaumer, Finanzchef und stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung. Für die kommenden Jahre sieht das Unternehmen Chancen in der Vernetzung weiterer Bereiche wie Fabriken, Gebäude und Städte sowie dem Wandel der Mobilität. Mit Blick auf die aktuelle Diskussion um Einfahrverbote für Diesel-Fahrzeuge wies Denner darauf hin, daß die erforderliche Technik für effiziente und ressourcenschonende Diesel vorhanden sei. Mehr noch: „Mit Testfahrzeugen erreichen wir schon heute die Grenzwerte von 2020. Wir entwickeln und testen bereits Systeme, die sogar deutlich unter diesen Grenzwerten liegen“, erklärte Denner, der in der Bosch-Geschäftsführung auch für Forschung und Vorausentwicklung verantwortlich ist.

Die Bosch-Entwickler haben ein ehrgeiziges Ziel: Ein Verbrenner, der nur noch das ausatmet, was er eingeatmet hat. Die Emissionen sollen sich mit Ausnahme von CO2 nicht mehr von der Umgebungsluft unterscheiden.

Im Unternehmensbereich sorgten BSH Hausgeräte GmbH und Bosch Power Tools für ein Umsatzplus von 4,5% auf € 18,5 Mrd. Wechselkursbereinigt stieg der Umsatz um 6,7%.

Der Unternehmensbereich Industrial Technology legte ein kräftiges Wachstum mit 7,7% vor. Die Erlöse stiegen auf € 6,7 Mrd. Das entspricht einem wechselkursbereinigten Plus von 8,5%. Der Zuwachs wurde vom Geschäftsbereich Drive and Control Technology getragen.

Der Unternehmensbereich Energy and Building Technology erwirtschaftete einen Umsatz von 5,4 Milliarden Euro – ein Plus von 3,1%, wechselkursbereinigt von 4,8%.

In Europa setzte die Bosch-Gruppe 5,5% mehr um und erreichte € 40,7 Mrd. Es wird ein kontinuierliches Wachstum in West- und Mitteleuropa konstatiert.

In Nordamerika lag der Umsatz wechselkursbereinigt auf Vorjahresniveau. Der Umsatz erreichte € 12,1 Mrd., nominal minus 2,3%.

Die Erholung in Südamerika setzte sich mit einem Zuwachs von 15% auf € 1,6 Mrd. fort.

Im Fernen Osten einschließlich Afrika erzielte Bosch ein Umsatzwachstum auf € 23,6 Mrd. ,im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg um 14%.




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