Turbolader bei Tank & Rast

Die bundesweit erste Ultra-Schnellladestation für Elektrofahrzeuge gibt es ab sofort in der Eifel. An der Raststätte Brohltal-Ost können Fahrer die Batterie ihres Autos an einer Station mit bis zu 350 Kilowatt (kW) Leistung aufladen. Das ginge dann bis sieben Mal schneller als bisher. Die Säule kommt von Ionity. In der Firma haben sich die Autobauer Daimler, BMW, Audi, Porsche und Ford zusammengeschlossen, um ein europaweites Ladenetz aufzubauen. Rund 400 Turbo-E-Tankstellen sind bis 2020 in 24 Ländern geplant, davon 100 bis 150 bis zum Ende dieses Jahres. Sehr ambitioniert.

Die neuen Säulen kommen mit einem Stecker aus: dem für CCS, dem europäischen Ladestandard, der von nahezu allen gängigen und zukünftigen E-Fahrzeugen genutzt werden kann. Deutschlandweit sollen solche Ultra-Schnelllader an rund 80 Standorten, die von Tank & Rast an deutschen Autobahnen bewirtschaftet werden, entstehen. Mit inzwischen mehr als 300 Schnellladestationen, ausgelegt auf Ladeleistungen von 50 kW bis 150 kW, hat Tank & Rast das größte zusammenhängende Schnellladenetz in Deutschland.

Der Standort in der Osteifel an der Autobahn 61 als erster im deutschen Netz ist nach Angaben von Tank & Rast ausgesucht worden, weil er an einer der Hautverkehrsadern zwischen Nord und Süd sowie Ost und West liege. Außerdem sei er grenznah zu den Niederlanden, Belgien und Frankreich. Im bestehenden Netz von Tank & Rast gibt es zur Zeit im Schnitt rund zwei Ladevorgänge pro Standort und Tag.

Die flotte Ladestation spielt allerdings ein wenig Zukunftsmusik, denn es gibt kaum eAutos, die mit 350 kW laden können. Die meisten sind auf 50 kW ausgerichtet. Die können können auch beim Turbolader anfahren, haben aber keinen Zeitvorteil.

Fahrzeuge mit Elektroantrieb gewinnen weiter an Attraktivität. Das hat eine repräsentative Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) unter 1.400 Autofahrern, die im Auftrag von Tank & Rast durchgeführt wurde.
Mehr als jeder vierte Autofahrer (28%) zieht beim nächsten Autokauf ein Fahrzeug mit Elektroantrieb (sowohl Fahrzeuge mit reinem Elektromotor als auch solche mit Hybrid-Antrieb) in Betracht. Bei einer GfK-Umfrage im Vorjahr hatte nur jeder fünfte Autofahrer angegeben, einen Elektroantrieb zu erwägen. In der aktuellen Umfrage ist nur der Benziner noch beliebter als der Elektroantrieb: Über 60% der deutschen Autofahrer würden sich derzeit für ein Auto mit Benzinmotor entscheiden. Diesel (9%), Erdgas- (8%) oder Wasserstoff-Antrieb (7%) werden dagegen als deutlich uninteressanter erachtet.

Die für den Kauf eines Elektro-Antriebs entscheidenden Kriterien sind gegenüber dem Vorjahr weitgehend unverändert geblieben. Neben dem Anschaffungspreis (69%) bleibt die Frage der Reichweite (64%) das Top-Kriterium für die Autofahrer. Als entscheidend für den langfristigen Erfolg der Elektromobilität sehen die Befragten die flächendeckende Versorgung mit Schnellladestationen, sei es an Sprit-Tankstellen (70%) oder auf Autobahnraststätten (65%).

Hier nicht abgefragt, aber trotzdem ein Hindernis: Die hohen Treibstoffkosten. 30 Cent je Kilowatt sind die Regel. Es kann aber noch viel teurer sein.

Mit drei von zehn Autofahrern erwartet die größte Gruppe unter den Befragten, dass Hybridfahrzeuge (die Elektro- und Verbrennungsmotor vereinen) im Jahr 2025 den Markt bestimmen werden. Nur jeder vierte geht davon aus, dass reine Verbrennungsmotoren (Benzin, Diesel) auch dann noch dominieren werden.
Quelle Nfh Neue Fakten hotelintern Nr.07/18




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