Schörghuber verbessert die Eigenkapitalquote

Das Foto zeigt Dr. Klaus N. Naeve, Vorsitzender des Vorstandes der Unternehmensgruppe

Für das Geschäftsjahr 2017 meldet die Schörghuber Unternehmensgruppe über alle vier Unternehmensbereich hinweg einen Gesamtumsatz in Höhe von € 761,6 Mio,. leicht unter dem des Vorjahres (€ 768,2 Mio.) Der Unternehmensbereich Getränke, der seinen Umsatz von € 628,2 Mio. auf € 650,2 Mio. deutlich steigern konnte, wird at equity bilanziert und ist nicht im Konzernumsatz berücksichtigt.

Das Vorsteuerergebnis der Gruppe wird mit € 194,5 Mio. (Vorjahr: € 174,2 Mio.) angegeben, während der Reingewinn, inklusive der Effekte aus der Fair-Value-Bewertung – mit € 263,2 Mio. hinter dem Ergebnis des Vorjahres (€ 326,1 Mio. EUR) zurückblieb. Das Konzernergebnis nach Steuern und Zinsen lag dagegen mit € 152,1 Mio. signifikant über dem des Vorjahres (€ 73,7 Mio.). Die Eigenkapitalquote verzeichnete einen Anstieg auf 43,0 Prozent (Vorjahr: 39,7 Prozent).

Bauen & Immobilien
Der Bereich Bauen & Immobilien investiert in den Bestand und füllt mit Grundstücksakquisitionen die Pipeline für die Zukunft. Im Geschäftsfeld Getränke steht ein starker Export geringfügigen Absatzverlusten im kontinuierlich rückläufigen Inlandsmarkt gegenüber. Der Unternehmensbereich Hotel setzt – auch dank des Neuzugangs Westin Hamburg – eine positive Entwicklung fort. Im Unternehmensbereich Seafood tragen nicht zuletzt die 2016 eingeleiteten Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung und Kostensenkung maßgeblich zum Ergebnis bei.

Das Biergeschäft
Der Biermarkt ist in Deutschland rückläufig, Absatzeinbußen am Inlandsmarkt sind daher zu einkalkuliert. Trotz Preiserhöhungen über das gesamte Portfolio hinweg stand die Paulaner Brauerei Gruppe mit einem Minus von 1,8 Prozent bei einem Absatz von hl 4,433 Mio. einschließlich alkoholfreien Biers und Biermischgetränken im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt im Inland besser da als der Markt.

Das Auslandsgeschäft verlief deutlich positiver. So konnte die Paulaner Brauerei Gruppe das Exportvolumen um rund 6,2 Prozent auf hl 1,257 Mio. steigern. Die Paulaner Brauerei Gruppe (vormals Brau Holding International) führt als Holdinggesellschaft den Bereich Getränke der Unternehmensgruppe. Sie ist damit zugleich Führungsgesellschaft des gesamten Getränkebereiches und operative Gesellschaft der Paulaner Brauerei. An der Paulaner Brauerei Gruppe hält die Schörghuber Unternehmensgruppe bekanntlich 70 Prozent und Heineken 30 Prozent der Anteile.

Die Arabella Hospitality
Die Arabella Hospitality ist bekanntlich die Führungsgesellschaft des Unternehmensbereiches Hotel. Sie verfügt heute über ein Portefeuille von 15 Häusern in Deutschland, der Schweiz und auf Mallorca. Für sämtliche Häuser bestehen Managementverträge mit Marriott International Inc. (ursprünglich Starwood Hotels and Resorts Worldwide Inc.).

Wie 2016 angekündigt, wurde das Portefeuille um weitere Häuser bereinigt. So trennte sich die Gruppe nach Auslaufen des Pachtvertrages vom Sheraton Frankfurt Congress Hotel und veräußerte das Hotel Elephant in Weimar mit der dazugehörigen Gaststätte Zum Weißen Schwan. Damit hat die Arabella Hospitality ihre 2010 eingeschlagene und konsequent verfolgte Strategie, sich auf im Eigentum befindliche herausragende Businesshotels in deutschen Großstädten sowie auf Ferienhotels der Extraklasse auf den Balearen zu fokussieren, weitgehend umgesetzt.

Während die Münchner Hotels aufgrund des schwachen Messe- und Kongresszyklus' bei der Durchschnittsrate rund 3% gegenüber Vorjahr verloren, entwickelten sich die beiden Häuser in Frankfurt/M. und Hamburg außerordentlich gut.

Die mallorquinischen Hotels werden als insgesamt gut bezeichnet, konnten jedoch von dem allgemeinen Gästezuwachs auf der Insel nicht unmittelbar profitieren und blieben unter dem Umsatzniveau des Vorjahres. Die Häuser in Zürich schließlich konnten sich von der allgemeinen Entwicklung des Hotelmarktes in der Stadt nicht entkoppeln, der infolge des massiv angestiegenen Bettenangebotes hinsichtlich Durchschnittsrate und RevPar leicht nachgab, heißt es im Geschäftsbericht.

Der Umsatz des Unternehmensbereiches Hotel stieg auf € 245,8 Mio. (Vorjahr: € 244,0 Mio.). Der Vorsteuergewinn wurde mit € 35,5 Mio. errechnet (Vorjahr: € 10,7 Mio.), während sich der Reingewinn deutlich auf € 22,3 Mio. steigern ließ (Vorjahr:€ - 3,0 Mio.), ebenso das Teilkonzernergebnis (vor Anteilen Dritter) mit € 17,1 Mio. (Vorjahr: € - 6,0 Mio.).




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