Flugverkehr bleibt nachhaltig gestört

Zum Aufruf der Gewerkschaft ver.di an das Luftsicherheitspersonal, am Dienstag an mehreren Flughafenstandorten die Arbeit niederzulegen, sieht Matthias von Randow, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL als unvernünftig „Das ist kein Warnstreik mehr, das ist völlig unverhältnismäßig. Und darüber hinaus konterkariert das die Anstrengungen von Bund und Ländern, die mangelnde Effizienz der Luftsicherheitskontrollen in Deutschland deutlich zu verbessern."

Zum dritten Mal innerhalb weniger Tage ruft ver.di zu einem sogenannten Warnstreik auf. Schon am Donnerstag vergangener Woche wurde an den drei Flughäfen Düsseldorf, Stuttgart und Köln der Luftverkehr in Teilen für einen ganzen Tag lahmgelegt. Am Dienstag droht nun das gleiche am größten Flughafen Deutschlands, in Frankfurt/M., sowie an weiteren Flughafenstandorten im Osten und im Norden der Republik. Leidtragende dieser Aktion sind die Passagiere, deren Reisepläne durcheinandergebracht werden, sowie die Flughäfen und Fluggesellschaften, die nicht an der Tarifauseinandersetzung beteiligt sind, aber die Folgen verkraften müssen. Die Durchführung der Passagier- und Gepäckkontrollen ist eine hoheitliche Aufgabe des Bundes. Sie wird von der Bundespolizei durchgeführt, die dafür private Sicherheitsunternehmen einsetzt.

Von Randow: „Allein seit 2011 sind die Löhne der Beschäftigten an den Sicherheitskontrollen um fast 50 Prozent gestiegen. Damit liegt das Lohnniveau … inzwischen höher als das von Berufsbildern, für die eine mehrjährige Berufsausbildung erforderlich ist (Hotelkaufmann, Bäcker, Krankenpflegerhelfer, chemisch-technischer Assistent etc.). Gleichzeitig wissen wir aber auch, dass die Qualität nicht mit dem Lohnniveau mitgewachsen ist. … Die nun völlig aus dem Ruder laufende Ausweitung der Streiks zu massiven Flächenstreiks konterkariert das Ziel, die Effizienz, Kundenzufriedenheit und Mitarbeiterzufriedenheit in Deutschland deutlich zu erhöhen."




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