Borussia 8 Grad offiziell eröffnet

Suchten die Nähe zur Geistlichkeit, v.l.n.r. Borussia Geschäftsführer Stephan Schippers, Mönchengladbachs OB Hans Wilhelm Reiners, Vize-Präsidiident Rainer Bonhof, Präsident Rolf Königs und Monsignore Markus Heinz mit seinem Assistenten

Bei strahlendem Sonnenschein und mit großer Anteilnahme wurde das Hotel am Borussia-Park in Mönchengladbach am 13.02.19 offiziell eröffnet. ImVIP-Bereich des Stadions versammelten sich einige Hundert Geladene, um bei der Zeremonie dabei zu sein, durch welche Fernsehmoderator Matthias Opdenhövel führte, der sich, wie er bekundete, etwas ungewöhnlich vorfand, weil er normalerweise abends moderiere, und nun war es heller Tag, so gegen 11.30 Uhr. Im Publikum die Honoratioren der Borussia, vom Hotel-Betreiber, der H-Hotels AG, Vorstand Andreas von Reitzenstein, aber auch Reinhard Grindel, Präsident des DFL oder die ehemalige Ministerpräsidenten von NRW, Hannelore Kraft, bekennende Anhängerin der Fohlen, so nennt sich die Elf vom Niederrhein, gern mit dem Adjektiv „unzähmbar“ geschmückt.

Mönchengladbachs Oberbürgermeister Hans Wilhem Reiners, Gladbacher von Geburt und allein schon deshalb mit dem Verein verbunden, erst recht seit er 2014 etwas überraschend Oberbürgermeister wurde und verfolgen durfte, wie der Fußballverein zu neuen Ufern aufbrach, die Krise von 1999 überwand und eine von englischem Militär hinterlassenen Brache – dies löste in Gladbach ihr Head Quarter Europe auf -, die heute Nord- und Borussia-Park ist, als Standort eines neuen Stadions wählte. Und sie bauten es auch, zahlten dafür benötigte Kredite an die Stadt zurück, vorzeitig. Und jetzt eröffneten die Borussen ein dazu gehöriges Hotel.

Das Hotel heißt 8 Grad. Der Oberbürgermeister ließ sich das bei seiner Laudatio auf der Zunge zergehen. Er meinte, das erinnere an die Außentemperatur, die wohl jetzt erreicht würde, aber niemand brauche sich deshalb im Hotel warm anzuziehen. Daß 8 Grad keine nach Celsius sind, sondern eine geometrische, erwähnte er nicht. Zwei der vier Außenwände des Gebäudes sind so aus dem Lot. Reiners fremdelte ein wenig mit der Immobilie, die allerdings und in der Tat kühn mit sechs Etagen in den Himmel ragt. Ihr Entwurf, Sieger in einem Auswahlverfahren, stammt von Düsseldorfer Architekten. Und Düsseldorfer haben ja bekanntlich schon etwas Erfahrung mit schiefen Gebäuden. Doch zurück zum Oberbürgermeister, er nannte das Hotel „ein wenig schräg“.

Die Zimmer im Hotel erlauben entweder einen Blick auf das imposante Stadion oder auf die Spielwiese, wo der Nachwuchs trainiert. Sie sind alle gleich geschnitten, sehr praktisch, man möchte sagen sportlich, eingerichtet mit allem, was man in einem Vier-Sterne-Hotel erwarten kann.

Der Clou: jedes Zimmer hat ein eigenes Thema und greift auf Vergangenheit zurück oder ist einem Spieler gewidmet, der an einer ruhmreichen Zukunft strickt. Dann gibt es auch auf der ersten Etage einige Suiten, die aber noch nicht fertig sind. Neben vier Etagen, die den Hotelgästen vorbehalten, hat die Verwaltung des Vereins hier ihren Sitz, ein Medical Park mit ausgezeichneten Physiotherapeuten und Geräten, welche auch dem Publikum zur Verfügung stehen, ein Fanshop und ein Borussia-Museum, nicht unwichtig, wenn man dem Nachwuchs das Entstehen des Vereins näher bringen will, der im Jahre 1900 gegründet wurde. Restauration gibt es auch, aber die war schon vorher da, z.B. ein Biergarten. Manch einer empfand den so wie einen Apero zum Hotel.

Gesegnet wurde das Hotel auch. Dafür war Monsignore Markus Heinz angereist, vom Vatikan geschickt, hieß es. Das sollte man allerdings rheinisch nehmen oder - um im Vatikan zu bleiben - cum grano salis.




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