Deutsche Sekte in Konkurrenz mit Champus

Gruppenbild nach der Prämierung Deutschlands bester Sekte. Das Foto des DWI zeigt. (v.l.n.r): Carolin Klöckner (Deutsche Weinkönigin), Nico Brandner (Griesel & Compagnie), Volker Raumland (Sekthaus Raumland), Christian und Stefan Braunewell (Weingut Braunewell)und Monika Reule

Das DWI hat sich in diesem Jahr den deutschen Sekten verschrieben. Winzersekte haben ja schon einige Reputation, nicht zuletzt seit das Weingut Herres den Champagner aus dem Schloß Bellevue vertrieb. Das wird jetzt auf eine breitere Basis gestellt, die vom Deutschen Weininstitut hergerichtet ist.

Als Rahmen für die Promotion hat es die ProWein in Düsseldorf (geht noch bis zum 19.03.119) ausgesucht. Im Vorfeld wurden Winzer als den 13 deutschen Weinbaugebieten aufgefordert, Proben ihres Sektkönnens in Mainz einzudienen, was ein Echo von 200 Proben auslöste. 20 kamen in die Endausscheidung. Daraus wurden am gestrigen Sonntag, dem 17.03.19, von einer internationalen Expertenjury drei Siege ausgewählt.

Auf den ersten Platz wählten die Sektfachleute den Sekt X. Triumvirat Grande Cuvée brut, Jahrgang 2010, vom renommierten und vielfach ausgezeichneten rheinhessischen Sekthaus Raumland. Auf dem zweiten Rang folgt die Grande Cuvée dosage zero, Jahrgang 2014, von Griesel & Compagnie. Sekthaus Streit aus Bensheim an der Hessischen Bergstraße, einem Senkrechtstarter in der deutschen Sektszene. Platz Nummer drei geht an das Weingut Braunewell, das im rheinhessischen Essenheim seit vielen Jahren auch hochwertige Sekte produziert, für seinen 2015er Blanc de Blancs Chardonnay brut nature.

Die elf Juroren aus zehn verschiedenen Ländern waren von der Dynamik in der deutschen Sektszene sehr positiv überrascht. Sie attestierten insbesondere der finalen Kollektion der 20 präsentierten Sekte ein sehr hohes und international absolut konkurrenzfähiges Niveau. „Am Ende waren es nur noch Nuancen, die den Ausschlag für die bestplatzierten Sekte gegeben haben“, lautete das Fazit der Jury.

Wer Lust und Laune hat, die drei Siegersekte und auch die 17 weiteren von der Jury ausgewählten Sekten zu probieren, ist herzlich zum ProWein-Stand des DWI in Halle 13 (13C100) eingeladen.

Die Chefredaktion von NFh hat sich am Sonntag ein Bild von den deutschen Sekten gemacht, die nun mit dem Champus konkurrieren. Auffallend war zunächst, daß es keine rosé oder rote Sekte in den erlauchten Kreis schafften. Für rote haben Sommeliers eine einleuchtende Erklärung. Die Gerbsäure verträgt sich schwer bis nicht mit der Perlung.

Ansonsten gibt es natürlich sortenreine Sekte, wobei die auf der Grundlage von Riesling am ehesten überzeugen. Der Siegersekt ist ein Cuvee, wobei Raumland nicht sagt, was er genommen hat und in welchem Verhältnis die einzelnen Rebsorten zueinander stehen. Das gilt auch für den Zweitplazierten, wobei hier keine Dosage verwandt wird, welche Eigenheiten der Drittplazierte hat, ist bereits erwähnt.

Insgesamt erscheint der Redaktion das Niveau der großen Champagnerhäuser noch nicht erreicht. Das gilt aber auch für das Preisniveau.

Die Siegersekte wurden auf der ProWein von DWI-Geschäftsführerin Monika Reule mit einem gravierten Säbel ausgezeichnet, der zum Sabrieren dient, das heißt zum Köpfen einer verschlossenen Sektflasche. Zu den Laudatoren des Festakts zählten die Deutsche Weinkönigin Carolin Klöckner sowie der TV-bekannte Barkeeper Nic Shanker, der sich im Übrigen mit Cocktails auf Sektbasis beschäftige.




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