Logistik: Die shared Economy greift an

Uber geht nun nach Köln. Aktiv ist das Mietwagenunternehmen der shared Economy neuerdings in Berlin, München, Düsseldorf und Frankfurt/M. Dabei läuft „Uber X". Selbstständige, lizensierte Mietwagenunternehmer stellen dafür die Fahrer. Damit wird der Regulierung in Deutschland entsprochen.

Nun dürfte ein anderes Segment aufmerksam werden, denn Uber kündigt den Einstieg in die Logistikbranche an. Wie es in einer Mitteilung heißt, hat Uber in den USA die Speditionsbranche neu belebt, jetzt sei der europäische Markt dran. Er wird auf ein Volumen von $ 400 Mrd. p.a. geschätzt, und davon will Uber ein ordentliches Stück abhaben.

Der Start beginnt in den Niederlanden, wo lokale Transportunternehmen und Fahrer ihre ersten Ladungen mit Uber freight buchen und abwickeln. Von dort erfolgt der Zugang zu anderen Teilen Europas.

Die Sache läuft, wie bei der shared Economy üblich, dezentral. Über eine App werden Angebot und Nachfrage verbunden. Damit entfällt z.B. die Administration, die bei Spediteuren ein erheblicher Kostenfaktor ist. Es entfällt aber auch die Kundschaft, weil sie die Spedition nicht mehr braucht.
Uber sagt, europäische Speditionen haben die gleichen Schmerzpunkte wie ihre amerikanischen Kollegen und können unsererTechnologie profitieren. Das sollte nicht darüber hinwegtäuschen, daß – falls Uber freight der Markteintritt gelingt - ein Großteil der Speditionen ihr herkömmliches Geschäftsmodell verlieren. Uber hat herausgefunden, es herrscht ein Mangel an Fahrern, und 21% der von den Lkw gefahrenen Kilometer sind Leerfahrten. Hier wird Uber fright ansetzten.

Wohl wissend, daß dies die Logistikbranche total umkrempelt, wenn die Behörden gewähren lassen, sagt Uber: wenn wir wachsen, werden wir uns bemühen, ein zuverlässiger Partner zu sein für europäische Spediteure, Verlader und alle, die an einer glänzenden Zukunft der europäischen Logistikbranche arbeiten.

Das werden dann aber nicht mehr die sein, die jetzt den Markt beherrschen, wie vorab in NFh Neue Fakten hotelintern Nr. 04/19 zu lesen war.




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