Grüne Woche: Aufruhr vor ihrer Tür

Zum Auftakt des Messejahres 2020 liegt die Internationale Grüne Woche Berlin (IGW) auf Rekordkurs. Mit der bislang höchsten Beteiligung in ihrer 94jährigen Geschichte präsentieren sich noch bis 26.01.20 mehr als 1.800 Aussteller aus 72 Ländern (2019: 1.750 Aussteller / 61 Länder). Das diesjährige Partnerland Kroatien hat seit Jahresbeginn die EU-Ratspräsidentschaft inne und ist bekanntlich das jüngste Mitgliedsland der EU. Es hat für die Beteiligung den Slogan „Die Kultur der Agrikultur" gewählt. Das könnte zugleich das Motto der Landwirtschaft überhaupt sein, die die Messe wie nie zuvor benutzt hat, ihre Anliegen zu artikulieren. Allerdings mehr außerhalb der IGW. Es hat sich mittlerweile eine Demonstrationsbewegung entwickelt, wie man sie sich vor einigen Jahren nicht vorstellen wollte. Die ganze Branche ist in Aufruhr, was nicht ungefährlich ist, wie man ja im Nachbarland Frankreich sehen kann, wenn es auch da um andere Themen geht. Vorerst?

Auf der Grünen Woche selbst merkt man wenig von dem. Das ist ja auch verständlich. Denn, die 1800 Teilnehmer sind überwiegend hier, um ihre Produkte zu verkaufen oder Innovationen vorzustellen, und davon gibt es einige.

Die traditionsreichste und besucherstärkste Berliner Messe präsentiert eine globale Marktübersicht der Ernährungswirtschaft sowie das größte Angebot an regionalen Spezialitäten auf Messen. Die landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Sonderschauen schaffen eine Erlebniswelt. Mit 129.000 qm (2019: 125.000 qm) ist die zur Verfügung stehende Hallenfläche auf dem Berlin ExpoCenter City restlos belegt. Die Messe Berlin erwartet im Verlauf rund 400.000 Fach- und Privatbesucher.

Eine der großen Herausforderungen ist – und das wurde aus Anlass der IGW deutlich -, das Verlangen nach mehr Ökologie und Tierwohl mit einer hocheffizienten landwirtschaftlichen Produktion in Einklang zu bringen.




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