Seid umschlungen, Milliarden

Die € 130 Mrd. sind auf dem Weg, die deutsche Wirtschaft wieder zu beleben, die darniederliegt, weil die überwiegende Einstellung zu einem Virus die Welt veränderte. Gegen Geldausgeben kann man schlecht sein, und so gibt es kaum Protest, auch wenn das alles auf Pump finanziert wird und früher schon bei kleinen Summen nach einer Gegenfinanzierung gerufen wurde. Jetzt verbietet das schon allein die schiere Größe.

Nur, wird Geldausgeben erhofften Nutzen bringen? Einigen schon. Man braucht sich nur die Börse anzusehen. Da fließt jetzt schon ordentlich Coronageld in Aktien, mittelbar und unmittelbar. Und natürlich sind Direkthilfen dafür da, dass Betriebe nicht sofort Konkurs anmelden müssen und Angestellte nicht sofort entlassen werden.

Anderen wird mit dem großen „Wumms“ nicht geholfen, z.B. Unternehmen mit mehr als 249 Angestellten, also mittelständischen deutschen Hotelgesellschaften, wie z.B. Dorint. Deshalb hat ihr AR Versitzende, Dirk Iserlohe einen achten Brief nach Berlin geschickt, an die Bundeskanzlerin und die für Wirtschaft und Finanzen zuständige Kabinettsmitglieder und beschwert sich bitterlich. Es ist nicht anzunehmen, dass er auf diesen Brief eine Antwort bekommt, so wenig wie auf die sieben vorherigen.

Diesem Brief ist noch ein weiterer gefolgt, an die Justizministerin, aus deren Haus ein Artikel 240 EGBGB, § 2 stammt, der Folgen abmildern soll, die sich aus dem Umgang mit Covid-19 ergeben, konkret im Fall von Dorint, aber natürlich auch bei allen anderen Hotelgesellschaften, deren Geschäftsmodell das Zahlen von Mieten oder Pachten vorsieht. Iserlohe fragt die Ministerin, ob der Artikel bewusst so formuliert ist, dass er nur bedingt Schaden abwendet, nicht aber insgesamt, nämlich Vermieter und Verpächter bevorzugt. Er bezieht sich dabei auf einen konkreten Fall, wo sich ein Vertragspartner auf diese Formulierung beruft zum Nachteil der Hotelgesellschaft.
So wird der Mittelstand zu Grabe getragen und mit ihm die Soziale Marktwirtschaft, denn es ist nicht abzusehen, dass dieser Dirigismus irgendwann noch einmal endet.

Dabei sollte man sich einmal etwas etwas locker umsehen. Dann fällt auf, dass das Virus, nicht so hoch ansteckend sein kann, wie es beschrieben wird und nicht jeder krank wird, der sich infiziert und dass verhältnismäßig wenig Menschen daran sterben oder damit sterben. Es gibt in Deutschland ca. 190.000 Personen, die sich nachweislich infiziert haben, davon sind ca. 170.000 wieder gesund geworden. Ungefähr 8.900 Person sind verschieden, bei denen das Virus evident war. Das alles bei ca. 90 Millionen, die hierzulande leben. Allein die Grippewelle von 2018 hat 25 000 Menschen das Leben gekostet – weil damals kein Abstand verordnet wurde?

Das sind ernüchternde Zahlen, aber sie werden nicht zur Kenntnis genommen.
Wir laufen mit Gesicht- und Nasenbedeckung zum Einkaufen, halten zwei Meter Abstand. In Restaurants und Kneipen füllen wir einen Fragebogen mit Name Anschrift und Telefonnummer aus. Ist das alles angemessen?

Nun gut, kann man sagen, wir sind glimpflich davon gekommen. Und dass, was angeordnet wurde, hat geholfen. Stimmt das oder hätten wir es nicht vielleicht auch anders haben können? Ohne Lockdown und Wumms?




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