Das Drama vollzieht sich leise

Akuten Handlungsbedarf der Regierung in Berlin für die von Allgemeinverfügungen am Wirtschaften behinderte Branche sieht der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband beim Miet- und Pachtrecht. Da ist er nicht allein. Zu dem Thema hat sich z.B. auch Dirk Iserlohe, AR Vorsitzender der Dorint GmbH, in einem erneuten Schreiben an Angela Merkel und Wirtschaftsminister Peter Altmaier gewandt.

Das Thema ist, die Hotellerie und Gastronomie ist im Gegensatz zur Immobilienwirtschaft benachteiligt. Sie hat Mieten, Pachten, Leasinggebühren zu überweisen, auch wenn sie durch behördliche Anordnung daran gehindert ist, auskömmliche Umsätze zu erwirtschaften.

Der bayerische Landesverband des DEHOGA formuliert es so: „Es ist unverhältnismäßig und nicht nachvollziehbar, dass zum Beispiel eine Pension, die krisenbedingt nur zu 20 % ausgelastet ist, unverändert die Pacht zu entrichten hat, die sie bei voller Auslastung entrichten muss“, sagt ihre Präsidentin, Angela Inselkammer. Es gehe um eine angemessene Risikoverteilung zwischen Verpächter und Pächter. Mit einer gesetzlichen Klarstellung, dass die Covid-19-Pandemie eine erhebliche Störung der Geschäftsgrundlage darstellt, die zur Pachtminderung berechtigt, würden auch große institutionelle Eigentümer gezwungen, sich an den Verhandlungstisch zu setzen, schlägt sie vor. „Wenn wir jetzt nicht handeln, werden es viele Betriebe nicht aus dieser Krise schaffen und für immer verschwinden. Dies würde unsere ‚Gastgewerbelandschaft’ langfristig dramatisch verändern und würde einen massiven Verlust darstellen.“

Nicht nur die Gastgeberlandschaft verändert sich z.Zt. dramatisch, die ganze bisher übliche Wirtschaftsordnung wird aus den Angeln gehoben.




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