Wie akut droht ein Hotelsterben?

Mangelnde Nachfrage drückt den Preis. Wie sehr kann man in den Newslettern nachlesen, die HRS an die Geschäfts- und Privatkundschaft verschickt, aber auch an einem Hilferuf vom des Hauptgeschäftsführers des DEHOGA Landesverbands Berlin. Thomas Lengfelder sagt, die Erlöse pro verfügbarem Zimmer lagen Im September in der Hauptstadt bei € 31,60, im Jahr davor bei €115,30. Das ist ein Schlaglicht, es beleuchtet auch die Situation in anderen deutschen Großstädten.

Dass es bisher noch wenig Meldungen über endgültige Schließungen (Hessischer Hof in Frankfurt/M. und anna hotel der Geisel Hotellerie in München) gibt, liegt natürlich an den Hilfsmaßnahmen, die Berlin ausschüttet. Die sind allerdings endlich, das liegt in der Natur der Sache. Eine geschrumpfte Nachfrage nach Hotelzimmern hat deren Schließung zur Folge.

Maritim trennt sich in Berlin von dem Hotel an der Stauffenbergstraße, ein Haus mit mehr als 500 Zimmern. Die sind schon in normalen Zeiten schwierig zu rentablen Preisen zu füllen. Wie es hier jetzt aussieht, lässt sich bei einem Besuch eruieren.

Verhandlungen über eine Reduzierung der Pacht, waren wohl nicht zielführend. Der Vertrag wird zum Jahresende aufgelöst. Das ist schon ein Fortschritt. Maritim ist schon in normalen Zeiten manchmal über Nacht ausgezogen, so aus dem alten Astoria in Leipzig.

Nun übernimmt der Eigentümer der Immobilie das Hotel und die Beschäftigten. Marriott stellt die Marke und managt es. Nur ohne Belegung zu vernünftigen Preisen wird das auch nicht lange gehen. Beherbergungsverbote sind da mehr als kontraproduktiv, abgesehen davon, ob sie überhaupt irgend etwas an der Ausbreitung des Chinavirus ändern.




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