Wenig Besserung bei TUI

Trotz deutlich rückläufiger Umsätze und Ergebnisse im Kerngeschäft Touristik hat sich das Konzernergebnis der TUI im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2009/2010 verbessert. Das saisonal bedingt negative Konzernergebnis betrug € -165 Mill. (Vorjahr € -187 Mill.). Die positive Entwicklung resultierte im Wesentlichen aus einer Verbesserung beim Finanzergebnis, den Ertragssteuern und den Verwaltungskosten. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie belief sich auf € -0,43 (Vorjahr € -0,64).
Auch der Hotelbereich des Konzerns konnte sich der rückläufigen Entwicklung im 1. Quartal nicht entziehen. Die Anzahl der Übernachtungen ging auf 3,6 Mill. zurück (Vorjahr 3,9 Mill.). Die Bettenauslastung betrug im 1. Quartal 66% und lag damit knapp 7% unter dem Vergleichswert (Vorjahr 73%). Während die Bettenkapazität leicht um 2,2% stieg, sank der durchschnittliche Erlös pro Bett um rund 6%. Der Gesamtumsatz der Hotelsparte belief sich im 1. Quartal auf rund € 157 Mill. und lag damit knapp 10% unter dem entsprechenden Vorjahreswert (€ 175 Mill.). Das operative Ergebnis (bereinigtes Ebita) von € 5 Mill. (Vorjahr € 27 Mill.) reflektiert die gesunkenen Gästezahlen und teilweise nachlaufende Effekte aus den Belastungen durch die Grippe „H1N1“, die im Wesentlichen in Mexiko verzeichnet wurden. Trotz erheblicher Kosteneinsparungen in den einzelnen Hotelgesellschaften konnte die negative Entwicklung von Auslastung und Rate nur teilweise kompensiert werden.
Der Bereich Kreuzfahrten umfaßt neben dem Luxus- und Expeditionsanbieter Hapag-Lloyd Kreuzfahrten auch das Gemeinschaftsunternehmen TUI Cruises, welches at equity in den Konzernabschluß einbezogen wird.
Der deutschsprachige Kreuzfahrtmarkt war im Berichtszeitraum durch die anhaltend angespannte Wirtschaftslage geprägt. Sowohl der Volumenmarkt für Premium-Kreuzfahrten als auch der Nischenmarkt für Luxus- und Expeditionskreuzfahrten verzeichneten Buchungszurückhaltung. Der Umsatz des Geschäftsbereichs verringerte sich im 1. Quartal 2009/2010 um rund 8% auf € 41 Mill. (Vorjahr € 45 Mill.). Das operative Ergebnis (bereinigtes Ebita) wird mit € -6 Mill. beziifert, Vorjahr € -4 Mill.
Hapag-Lloyd Kreuzfahrten melden für das 1. Quartal eine um knapp 2 % niedrigere Auslastung (77%). Im Berichtszeitraum wurden rund 77 000 Passagiertage an Bord der vier Schiffe realisiert. „Mein Schiff“, das erste Kreuzfahrtschiff von TUI Cruises, registrierte im 1. Quartal rund 122 000 Passagiertage; die Auslastung betrug 69%, was verbesserungsfähig ist (s. NFh Nr. 02/10, S. 5).




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