Bosch schafft intelligente, gefährliche Helfer

Foto: Bosp

Bosch, Protagonist des „Internet der Dinge“, nutzt die CES in Las Vegas traditionell, um die Öffentlichkeit über die Aktivitäten zu informieren. Auch diesmal zeigt die Firma, was durch vernetzte, personalisierte Lösungen bereits Realität ist. „Die Personalisierung ist ein wichtiger Trend. Diesen treiben wir voran", so Bosch-Geschäftsführer Dr. Werner Struth bei der Pressekonferenz des Unternehmens in Las Vegas. Das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen fokussiert sich auf der weltgrößten Messe für Konsumelektronik auf die Bereiche Smart Home, Smart City, Connected Mobility und Industrie 4.0.

Bis 2022 soll der weltweite Markt für vernetzte Mobilität um jährlich fast 25% wachsen. Schon in wenigen Jahren werden Autos zum aktiven Teil des IoT und können mit anderen Verkehrsmitteln oder dem Smart Home kommunizieren. Auf der CES 2017 präsentiert Bosch mit einem neuen Konzeptfahrzeug, wie Lebenswelten nahtlos zusammenwachsen: Das Fahrzeug wird zum zentralen Akteur, der domänenübergreifend kommuniziert. Es wird die personalisierte Kommunikation zwischen Auto und Fahrer weiter ausgebaut: Neue Funktionen vernetzen das Fahrzeug mit der Umgebung, dem smarten Zuhause oder der Autowerkstatt. Und sie ermöglichen das hochautomatisierte Fahren.

In der Kommunikation mit der Umgebung übernimmt das Auto auch in der vernetzten Stadt wichtige Aufgaben. So wird es z. B. mit „Community-based Parking“ zum Assistenten bei der Parkplatzsuche. Im Vorbeifahren erkennt das Auto Lücken zwischen parkenden Fahrzeugen. Die erfaßten Informationen werden in eine digitale Straßenkarte übertragen. Leistungsfähige Algorithmen plausibilisieren die Daten und treffen eine Vorhersage zur Parkplatzsituation. Ein cloudbasierter Service, der anhand dieser Daten eine Echtzeit-Parkkarte erstellt, spart dem Autofahrer viel Zeit und Stress, aber auch Geld. 2017 sind Pilotaktivitäten in den USA geplant. Mit Mercedes-Benz erprobt Bosch das Community-based Parking im Raum Stuttgart.

Auch in den eigenen vier Wänden schafft das Internet der Dinge eine Reihe an intelligenten Helfern, die das Leben einfacher und sicherer machen. Dabei übernehmen manche Produkte gleich mehrere Funktionen: Der Rauchmelder überwacht auch die Luftqualität und kann zusätzlich mit einer Sirene zur Abschreckung ungebetener Gäste eingesetzt werden.

Das Bosch Smart Home System ermöglicht es, vernetzte Geräte in Haus und Wohnung über eine einzige App zu steuern. Mit dem Szenario-Manager wird das smarte Zuhause zudem noch intuitiver: Wer das Haus verläßt, muß nicht mehr selbst überprüfen, ob Heizung, Elektrogeräte oder Licht ausgeschaltet sind. Das erhöht den Komfort und die Sicherheit. Durch die einfache Aktivierung von Szenarien via Fingertipp übernimmt der Szenario-Manager für die Bosch Smart Home App derartige Alltagsroutinen.

Das von der Robert Bosch Start-up GmbH (BOSP) unterstützte Start-up Mayfield Robotics setzt ebenfalls auf das Geschäft mit Begleitern. Das Unternehmen hat sich auf die Entwicklung von Home-Robotern spezialisiert und stellt anläßlich der CES 2017 seinen ersten kommerziellen Roboter Kuri vor. Dieser soll Ende 2017 in den USA auf den Markt kommen. Der etwa 50 cm große Roboter ist mit Lautsprecher, Mikrofon, Kamera und mehreren Sensoren ausgestattet. Er kann sich im Wohnraum bewegen und merkt sich dabei den kürzesten Weg.

Die Vernetzung ist mehr als nur Technik. Sie durchdringt das gesamte Leben, erleichtert Mobilität, macht Häuser intelligent und Fabriken produktiver. Sie verändert das Leben und Arbeiten. Doch das ist alles nicht ungefährlich. Das Handelsblatt berichtete kürzlich von einem Fall, wo Schadstoffe einen Fernseher kaperten und ihn lahmlegten, was wohl eher zufällig geschah, weil Smart TV IP basiert funktioniert. Aber das Feature wirft ein bezeichnendes Licht auf die Problematik, die nicht verharmlost werden darf.




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