Mut zur Muße

Die Sehnsucht nach echten Auszeiten ist heute groß. Der Mensch braucht einen Ausgleich zum turbulenten Alltag. Aber einfach zur Ruhe zu kommen, haben die meisten schlichtweg verlernt. Da wird zwar der Wunsch geäußert, einmal nichts zu tun zu haben. Gleichzeitig überfrachten viele selbst ihre Urlaubstage mit Terminen. „Beeindruckende Erlebnisse statt Erholung“ scheint das Motto der Stunde zu sein. Und auf den ersten Blick ist das keine schlechte Lösung. Denn so stressig eine feste Tagesplanung sein kann, sie gibt auch Struktur und Halt. Die plötzliche Leere eines Tages ganz ohne Termine wirkt hingegen zunächst bedrohlich.

Das Nichtstun hat zudem in unserer Leistungsgesellschaft einen schlechten Ruf. Das aber völlig zu Unrecht: Die Muße ist nicht nur als Ausgleich wichtig, sondern zugleich auch Motor für Kreativität und Produktivität. Zahlreiche Episoden über geniale Künstler, Mathematiker und Philosophen veranschaulichen, daß Müßiggang für deren Schaffen ausschlaggebend war. So wird z.B. immer wieder erzählt, daß Isaac Newton in seinem Garten dem Müßiggang nachgegangen sei, als ein vom Baum fallender Apfel den entscheidenden Gedanken zu seiner Gravitationstheorie auslöste.
Momente der Muße sind auch heute für ein gesundes, glückliches und erfolgreiches Leben äußerst förderlich. Der antike Begriff hat also nach wie vor große Aktualität. Er muss nur richtig verstanden werden. Mit Trägheit und faul vor dem Fernseher zu liegen hat die Muße nämlich nichts zu tun. Es geht vielmehr darum, mit allen Sinnen und Gedanken ganz im aktuellen Augenblick zu sein. Sich Zeiten zu gönnen, in denen man einfach nur ist. Ganz nebenbei findet man so zur Entspannung und schafft Raum für neue Gedanken.

Auch wenn es so scheint, kommen geniale Einfälle und Ideen wie etwa bei Newton nicht aus dem Nichts. Untersuchungen aus der Neurowissenschaft zeigen, dass bestimmte Bereiche des Hirns überhaupt erst dann tätig werden, wenn man sich auf nichts konzentriert. Andere Gehirnareale brauchen die Auszeit, um – bildlich gesprochen – den Arbeitsspeicher zu leeren und wieder voll leistungsfähig zu sein. Wer äußerlich gesehen untätig ist, räumt im Innern also unbewusst sein Gehirn auf.

Wie aber schafft man es in einen solchen Zustand zu kommen, wenn schon kurze Pausen fast zwanghaft gefüllt werden müssen – und sei esnur mit einem kurzen Griff zum Smartphone?

Der Wellnessurlaub kann dann genau die richtige Möglichkeit sein, um wieder ein Gefühl für den Müßiggang zu entwickeln. Und damit ist nicht das Nichtstun während einer Massage gemeint. Aufgabe eines Wellnesshotels ist es vielmehr, die Gäste zu solchen Themen wie der Muße zu inspirieren und Unterstützung bei der Umsetzung anzubieten. Wellness als Lebensstil umfasst die Bereiche Bewegung, Ernährung, Entspannung und soziales sowie emotionales Wohlbefinden. Diese vier Säulen zusammen sind Grundlage für ein gesundes und erfülltes Leben. Im Hotel können der Grundstein gelegt und neue Impulse für einen solchen Lebensstil gegeben werden.

Die reine „Wohlfühl-Wellness“ steht zwar nach wie vor hoch im Kurs. Immer mehr Menschen suchen jedoch mehr als ein bisschen Wohlbefinden. Nicht selten entspringt der Wunsch nach einer Auszeit aus konkreten Herausforderungen und Beschwerden im Alltag. Dann sind spezialisierte und äußerst kompetente Wellnesshotels gefragt. Diese werden nicht nur zukünftig aus der Masse der Konkurrenz auf dem Markt hervorstechen, sondern auch die zunehmend hohen Ansprüche der Gäste nachhaltig erfüllen können.

Von Wibke Metzger, Pressesprecherin, press officer, der Wellness-Hotels & Resorts GmbH, Foto oben, zuerst erschienen in Nfh Nr. 08/09/18




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