Steigenberger verdient kein Geld

Mathias Heck und André Witschi nach der PK im Frankfurter Hof.

Die Hotelgesllschaft soll ab 2010 wieder dividendenfähig werden. Bis dahin hat der Vorstand Zeit, das Unternehmen in eine respektable Gewinnzone zu führen. Im Geschäftsjahr 2007 wurde bei einem Umsatz in der AG in Höhe von E 275,7 Mill. (Vorjahr E 282 Mill.) ein Jahresüberschuß in Höhe von E 0,2 Mill. erwirtschaftet. Daß davon der Hauptaktionär, die Familie Steigenberger, nicht leben kann, liegt auf der Hand, scheint sie aber nicht weiter zu stören. Im Gegenteil, sie gibt weiterhin beträchtliche Summen aus, um das Unternehmen fit für die Zukunft zu machen. Das Investitionsprogramm, das 2005 gestartet wurde und einen Umfang von E 150 Mill. hatte und in diesem Jahr auslaufen sollte, ist auf E 250 Mill. aufgestockt und bis 2010 verlängert. Finanziert wird es aus den Cash Flow und vom Hauptgesellschafter, der auch offensichtlich als Bank auftritt, denn das Unternehmen hat die Kreditverbindlichkeiten, die 2005 noch E 3,4 Mill. und 2006 E 1,1 Mil. ausmachten, ausweislich der G+V für 2007 getilgt und weist hier flüssige Mittel in Höhe von E 1,6 Mill. aus.
Renovieren lohnt sich, wie Finanzvorstand Mathias Heck bei der Erläuterung des Geschäftsberichts auf der Jahrespressekonferenz inm Frankfurter Hof sagte. Und die Zahlen geben ihm recht. In den renovierten Häusern lassen sich signifikant höhere Preise durchsetzen. Der durchschnittliche Zimmererlös konnte im gesamten Unternehmen um 3,3 % auf E 85,47 gesteigert werden. Da die durchschnittliche Auslastung um 0,8 % auf 64,5 % wuchs ergaben sich auch positive Effekte bei den RevPar, die um 3,9 % auf E 55,44 verbessert werden konnten. Dabei gibt es natürlich erhebliche Unterschiede zwischen Stadt-, Ferien und InterCityHotels. Während hier die Erlöse pro verfügbarem Zimmer E 38,23 (E 36,79) erreichen, liegen sie in den Stadthotels bei E 68,97 und in den Ferienhotels bei E 54,43 (E 51,65 in 2006).
Alle laufenden Verbesserungen werden aber an der unbefriedigenden Gewinnsituation nicht Wesentliches verändert. Das liegt nach Auskunft von Mathias Heck daran, daß die Gesellschaft noch immer einige nicht rentable Hotels bewirtschaftet. Die dafür verantwortlichen Verträge werden laufend überprüft und verhandelt, mit dem Ziel sie entweder aufzulösen oder günstiger zu gestalten. Hierfür werden Rückstellungen gebildet, die eine höhere Ausschüttung verhindern.
Die Steigenberger AG hat bekanntlich seit Anfang ds. Js. einen neuen Vorstandssprecher, André Witschi folgte Karl-Anton Schattmaier. Dieser Wechsel löst eine neue Unternehmensstrategie aus, über die André Witschi während der Pressekonferenz keine Angaben machen wollte, weil sie mit dem Hauptgesellschafter noch nicht abschließend abgestimmt sei. Wenn man sich die Karriere von Witschi ansieht, der ja auch schon mal rechte Hand von Uli Praeger war, dürfte der Schwerpunkt der Strategie im Ausland liegen. Das ergibt sich auch schon aus der Situation im Inland. Außer in Köln und München ist man in den Metropolen ja gut präsent und auch in den Feriengebieten, z.B. am der Ostseeküste.




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