Erneuter Eigentümerwechsel bei WMF?

Frankfurter Finanzkreisen zufolge will sich der seit 2006 Mehrheitseigentümer der Württembergischen Netallwarenfarbrik von seinem 52%igen Anteil trennen. Der aktuelle Börsenwert der WMF liegt bei € 486 Mill. Wie es heißt, hofft CapVis auf einen Firmenwert in der Größenordnung € 500 Mill. bis € 600 beim Verkauf. Der Schweizer Finanzinvestor hält 52% am Unternehmen. Die Anteile sollen beim Kauf € 92 Mill gekostet haben. Ein weiterer Großaktionär ist übrigens die österreichischen Beteiligungsfirma Fiba, die 37% hält.

WMF hat erfolgreich gewirtschaftet. Der Umsatz des Unternehmens mit ca.6000 Mitarbeitern ist 2011 um neun Prozent auf ca. € 980 Mill. gestiegen, dank eines um 16% verbesserten Exportgeschäfts.

Die WMF Filialen haben den Umsatz um 7% auf € 142 Mill steigern können und übertreffen das Wachstum des deutschen Einzelhandels (2,4%) deutlich. Das Geschäft mit den Produkten rund um Tisch und Küche wächst um 10% auf beinahe € 425 Mill und steuert damit den größten Anteil am Konzernumsatz bei. Die Elektrokleingeräte stellen hinsichtlich der positiven Gesamtentwicklung der WMF Gruppe die einzige Ausnahme und verfehlten mit gut € 95 Mill den Vorjahresumsatz um 3%. Die Ausstattung von internationalen Hotels verlief wiederum mit einem Umsatzwachstum von 10%. Es wurden hier im vergangenen Jahr gut € 83 Mill. umgesetzt. Der zweitgrößte Bereich der WMF, die professionellen Kaffeemaschinen, trägt mit Zuwachs von 13% und Erlösen in Höhe von gut € 286 Mill zum Konzernumsatz bei.

So scheint es nicht weiter verwunderlich, daß CapVis Kasse machen will, notfalls auch über die Börse. Hier sind bisher 11% Streubesitz in Umlauf. Kommentare der Beteiligten sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu erlangen.

Bei der Eigentümerstruktur der WMF herrschte sechs Jahre Ruhe. Im ersten Halbjahr 2006 übernahm die Fiba 20 % der WMF Stammaktien von der Helvetic Grundbesitz Verwaltungs GmbH. Die CapVis erwarb im Juni 51,56 % der Stammaktien von den drei langjährigen Aktionären Deutsche Bank AG, Larus Vermögensverwaltungs GmbH (eine 100%ige Tochter der Münchener Rück Gruppe) sowie Württembergische Lebensversicherung AG, die sich damit vollständig von ihren Anteilen trennte. CapVis veröffentlichte damals ein Übernahmeangebot an freie Aktionäre der WMF, offensichtlich mit nur wenig Erfolg, wenn heute der Anteil bei 52% liegt.

CapVis will den erwähnten Quellen zufolge sich auch von der Beteiligung am Sicherheitstechnik-Unternehmen Bartec in Bad Mergentheim trennen




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