Der Breidenbacher Hof feiert 200. Geburtstag

Am 19.05.12 feiert der Breidenbacher Hof in Düsseldorf 200 Jahre exzellente Gastlichkeit. Es ist nicht übertrieben zu sagen, daß es sich bei diesem Hotel um eine Institution handelt, deren Akteure über die Jahrhunderte – auch in äußerst schwierigen Zeiten – die Fahne hochgehalten haben

Man muß sich das einmal auf der Zunge zergehen lassen. Im Jahr 1812, die napoleonische Zeit war noch nicht zuende, verwirklichte der Düsseldorfer Gastwirt Wilhelm Breidenbach nach den Plänen des Stadtarchitekt Adolph von Vagedes seine Vision, eine Herberge für die Mächtigen und Reichen der damaligen Zeit zu schaffen. Im Laufe der folgenden Jahre wird das Hotel zur besten Adresse der Stadt. Könige und Königinnen, Adelige, Politiker und Künstler nächtigen in der Luxusherberge. Zu den berühmten zählen Clara und Robert Schumann, Zar Alexander II, der Herzog von Preußen, die Prinzen Adalbert, August und Friedrich von Preußen und Herzog Maximilian von Bayern.

Das Traditionshotel an der Königsallee blickt auf eine bewegende Geschichte. Für den, der es genauer wissen will, wurde aus Anlaß des Jubiläums ein Buch aufgelegt, dessen Titel die Abbildung zeigt.

Seit der Wiedereröffnung im Mai 2008 hat sich das Haus in der Landeshauptstadt wieder seinen angestammten Platz erobert. Zunächst von den Einheimischen mißtrauisch beäugt – das neue Haus ist innen und außen schon anders als zu Linsenmeyers Zeiten -, haben sie es inzwischen angenommen. Das liegt auch daran, daß die Restauration (Brasserie 1806) und die Bar den Nerv des Publikums treffen, aber auch an einer Kultur der Gastlichkeit, die sich nicht so leicht in einem anderen Hotel finden läßt.

Dazu zählen
1. es gibt keine festen Zeiten des Check-in, noch des Check-out. Wann immer die Kundschaft will, ist sie willkommen und kann auch abreisen, wann sie es für richtig findet;
2. jeder Gast hat seinen persönlichen Assistenten, der sich während des Aufenthalts um das Wohlergehen kümmert und nicht nur sprichwörtlich Wünsche von den Augen abliest;
3. authentische Gastlichkeit.

Das Hotel betrachtet sich als Mikrokosmos, als Hotel, das vereint. Es trifft die Moderne, das Konservative und den wechselnden Zeitgeist.

Das Erfolgsgeheimnis des Hauses sieht der von Horst Schulze damals vom Main an den Rhein geholten GM Cyrus Heydarian in seinen Mitarbeitern. „Wir möchten nicht ,nur’ ein Luxushotel sein, davon gibt es viele. Der Gast soll bei uns einen unvergeßlichen Aufenthalt haben und die Philosophie hinter der Marke Capella erleben – nämlich individuellen, sehr persönlichen, herzlich kümmernden und pünktlichen Service. Wichtig ist es uns vor allem, eine Atmosphäre und ein Verhältnis von Vertrauen zu schaffen. Und dabei ist es jeder einzelne Mitarbeiter im Team und sein persönlicher Herzschlag, der diesem Haus seine Seele gibt.“

Mit einer Reihe von Veranstaltungen wird das Ereignis gebührend gefeiert. Ein Höhepunkt ist die Küchenparty am 19.05.12, zu der sich neben anderen Prominenten Iris Berben und Mario Adorf angekündigt haben. Der Reigen der Veranstaltungen setzt sich bis in den Sommer fort.




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