Nicht alles, was aufregend klingt, muß es auch sein

Michael Altewischer (links im Bild) im Gespräch mit Philipp Maas, Herausgeber und Chefredakteur von NFh und www.nfh-online.de

Die Dynamik der Wellnessbewegung ist ungebrochen. Sie braucht die Effekthascherei nicht. NFh sprach ein paar Trends an mit dem Geschäftsführer der Wellnesshotels & Resorts, Michael Altewischer.

NFh:. Gibt es einen Wellness-Markt für Kinder und Jugendliche?
Michael Altewischer: Ja und Nein. Kinder wollen ebenso wie die Erwachsenen Erholungsurlaub, wollen dazu Unterhaltung und Abwechslung. Die finden sie in einem (Wellness)hotel, das sich auf diese Klientel eingestellt hat. „Spas for Kids“ nach amerikanischem Vorbild, z. B. Maniküre und Make-up für Dreijährige, ist bei uns nicht gefragt. Viel wichtiger sind abwechslungsreiche Programme mit Spaß, Spiel und Action unter professioneller Betreuung.

NFh. Ist dieser Markt losgelöst von der Familie?

Michael Altewischer: Kinder allein im Wellnesshotel – das dürften Sie nicht gemeint haben. Wir sprechen daher auch nicht von Wellness für Kinder, sondern von Familienwellness. Das bedeutet, daß die Familie den Wellnessurlaub möglichst zusammen genießen sollte. Zum einen werden die Familienbande durch das gemeinsame Erleben, etwa bei einem Ausflug in die Umgebung, gestärkt. Zum anderen finden die Eltern Zeit für sich und können bei ihrem Lieblingssport oder bei Wellnessanwendungen in Ruhe entspannen, während der Nachwuchs in der betreuten Gruppe gut versorgt ist.

NFh: Welche Vorkehrungen sollte der Hotelier treffen, um diese spezielle Zielgruppe an sich zu binden?

Michael Altewischer: Wer die Wellnessgäste von morgen schon heute im Haus haben will, muß ihnen Freiraum bieten, ohne daß ruhebedürftige Gäste gestört werden. Gut sind z. B. festgelegte Tobezeiten im Pool und spezielle Abendessen-Zeiten für Familien. Ein spezielles Programm für Kinder und Jugendliche, am besten in altersgemäßen Gruppen, ist unerläßlich, ebenso engagierte Betreuer. Dieses sollte spannende Indoor- und Outdoor-Aktivitäten umfassen. Wenn eigene Räumlichkeiten für die Kids vorhanden sind, umso besser!

NFh:. Es gibt ein paar neue Schlagworte in der Branche, z.B. „Instant Spa“ oder „Energetic Spa“. Sind sie sinnvoll? Und wenn ja, sollte man sie in der Werbung einsetzen?

Michael Altewischer: Wieder die ewige Leier: wir brauchen neue Trends! Egal wie sie heißen, Hauptsache es klingt aufregend. Instant Spa und Energetic Spa sind auch solche Schöpfungen. Mit „Energetic Spa“ ist z.B. gemeint, daß Spas sich mit der Verbesserung des energetischen Status ihrer Gäste befassen, basierend auf den räumlichen Gegebenheiten, einem guten Kontakt zwischen Behandler und Gast und der Wirkung der Anwendungen. Jeder ernstzunehmende Wellnesshotelier wird schon heute genau das als Procedere im Umgang mit dem Gast niedergelegt haben.

NFh:. Sie haben sich von den Wort- und Bildmarken W-H-D und W-H-I
verabschiedet und nennen sich jetzt Wellness-Hotels & Resorts. Was hat Sie dazu veranlaßt und was versprechen Sie sich davon?

Michael Altewischer: Um unseren deutschen wie den internationalen Partner gerecht zu werden, brauchten wir eine einheitliche Marke. Die haben wir mit dem Begriff Wellness-Hotels & Resorts und dem entsprechenden Logo des Wellnessbaums gefunden. Gleichzeitig agieren jetzt alle Mitglieder unter einer einheitlichen und einprägsamen Wort-/Bildmarke, was den Zusammenhalt unserer Gruppe über Grenzen hinweg unterstreicht.




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