Leo Imhoff ist tot

Mit Leo Imhoff verliert das Gastgewerbe in Deutschland einen leidenschaftlichen Kämpfer für die Interessen der Gastronomen und Hoteliers, einen tatkräftigen und verantwortungsbewussten Unternehmer und einen außergewöhnlichen Menschen. Wie erst jetzt bekannt wird, ist er am 17. November 2013 kurz vor Vollendung seines 92. Lebensjahres in Essen gestorben.

Fast 25 Jahre lang stand er als Präsident an der Spitze des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes und an der des Landesverbands Nordrhein-Westfalen, Ämter, die er mit Sachverstand und Herzblut ausfüllte. Unter seiner Führung begann de Entwicklung des Dehoga zu einem schlagkräftigen Unternehmerverband, der von der Politik wahrgenommen wird.

Aus dem Konditorlehrling, der eigentlich Architekt werden wollte, wurde 1950 der Mitinhaber der Hubert Imhoff KG. Ab 1970 steuerte er als Geschäftsführender Gesellschafter die Geschicke des Unternehmens. Als begeisterter und leidenschaftlicher Gastgeber u.a. im renommierten Parkhaus Hügel und im Saalbau Essen gehörte er viele Jahrzehnte zu den angesehensten Gastronomen in Essen.

Leo Imhoff setzte sich aber nicht nur erfolgreich für seine Betriebe und 250 Mitarbeiter ein. Über sein unternehmerisches Engagement hinaus machte er sich stark für die gesamte Branche und gab dem Gastgewerbe eine Stimme, die gehört wurde. Erst auf Landesverbandsebene in Düsseldorf, ab 1973 dann auf Bundesebene. Er vertrat die berechtigten Anliegen der Gastronomen und Hoteliers klar und überzeugend und
betonte stets die Bedeutung der Branche als Wirtschaftsfaktor und Ausdruck von Lebenskultur. Politikern, Branchenvertretern und Journalisten galt er als geschätzter Gesprächspartner. In Anerkennung seines Wirkens zum Wohle des Gastgewerbes wurde er 1992 zum Ehrenpräsidenten des Dehoga gewählt.

Für sein herausragendes gesellschaftliches und politisches Engagement wurde ihm das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse sowie das Große Bundesverdienstkreuz verliehen.

Unser Foto entstand 1996 als Karl Theodor Walterspiel Imhoff als Präsident der Brillat Savarin-Stiftung ablöste,




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