WMF mit neuer Eigentümerstruktur

WMF-Großaktionär Andreas Weißenbacher, Chef des Wasseraufbereiters BWT, trennt sich von seinem Aktienkapital in Höhe von 25,1% an der WMF AG. Er tauscht seine Sperrminorität an WMF-Stammaktien in eine Beteiligung an der Holding, über die Kohlberg Kravis Roberts & Co.L.P. (KKR) seine Anteile an dem Unternehmen in Geislingen hält.

Weißenbacher ist Vorstandschef der BWT AG (Best Water Technology) in Mondsee bei Salzburg. Bevor er sie an die Börse brachte, war er Eigentümer.

Die jetzige Entwicklung macht den Weg frei, für das, was KKR beim Einstieg in die WMF AG im Herbst 2012 einleitete. Die zur KKR zählende Holdinggesellschaft Finedining Capital GmbH begibt jetzt ein öffentliches Erwerbsangebot von € 53,- für jede WMF-Vorzugsaktie ab. Die Aktion, das die Kartellbehörden noch genehmigen müssen, soll im dritten Quartal 2014 abgeschlossen sein, sagte ein KKR-Sprecher.

Schon im Herbst 2012 kündigte KKR an, den übrigen Aktionären der WMF AG im Wege eines freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots (Barangebot) zu offerieren, auch deren Aktien der WMF AG zu erwerben, was damals aber auf wenig Gegenliebe stieß (NFh Nr.10/12, S.6).

Jetzt heißt es, die Transaktion mit Weißenbacher solle dazu führen, daß mindestens 90 Prozent des Grundkapitals der WMF kontrolliert wird. Dann könnten die Anteile der Minderheitsaktionäre über einen sogenannten Squeeze-out, (im Zuge einer angemessenen Barabfindung) gekauft werden, um dann die Firma von der Börse zu nehmen, was weiteres Rationalsierungpotential freisetze.

Rationalisierung steht schon seit einiger Zeit auf dem Programm der WMF. Im Geschäftsjahr 2013 erreichte der WMF-Konzern bei einem Umsatz von etwa € 1,015 Mrd. ein Jahresergebnis von etwa # 25,3 Mill. Im Geschäftsjahr zuvor betrug das Jahresergebnis € 44,8 Mil. Euro bei einem Konzernumsatz von € 1,027 Mrd. Der Ergebnisrückgang steht maßgeblich im Zusammenhang mit dem Verkauf der Princess Gruppe, sagt die WMF. Der HV wird eine Dividende in Höhe von € 0,50 ( nach € 1,- ) vorgeschlagen.

Das Unternehmen strebt an, die Personalkosten um 10 Prozent zu reduzieren. Die wmf group wird dabei eine flachere und effektivere Organisation einführen und deren Komplexität reduzieren. Dadurch will das Unternehmen die Effizienz der operativen Geschäftsbereiche sowie der Zentralfunktionen deutlich steigern, um stärker und schneller am Markt zu agieren. Das Unternehmen prüft derzeit zudem die zukünftige Aufstellung des Logistiknetzwerks. Insgesamt sollen jährliche Einsparungen in Höhe von € 30 Mill. realisiert werden. In den Geschäftsjahren 2014 und 2015 werden den Einsparungen jedoch auch Einmalkosten in noch nicht näher bezifferbarer Höhe entgegenstehen. Die frei werdenden Mittel sollen zur Finanzierung weiterer Vorhaben im Rahmen einesTransformationsprogramms verwendet werden, insbesondere zur Beschleunigung des internationalen Wachstums.




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