Überkingen-Teinach macht sich fit

Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG mußte 2007 marktbedingte Umsatzrückgänge verzeichnen. Die ungewöhnlich schlechten Sommermonate, der Wegfall der Sondernachfrage anläßlich der Fußballweltmeisterschaft im Vorjahr sowie die Mehrwertsteuererhöhung führten zu einer geringeren Verbrauchernachfrage. Im Bereich Lebensmittel, Getränke und Tabakwaren betrug der Rückgang real 2,9 %.
In der AG wurde gemäß HGB-Rechnungslegung ein Jahresüberschuß in Höhe von E 3,6 Mill. (2006: E 7,4 Mill.) realisiert. Der Konzern, der nach IFRS bilanziert wird, weist ein Ergebnis von roten E 2,1 Mill. aus. Der Verkauf der Güstrower Schlossquell und das damit zusammenhängende Sachanlagevermögen wirkten sich positiv auf die Ergebnis- und Bilanzwirkung der AG aus. Der Finanzergebniseffekt in der AG betrug E 1,5 Mill. Im Konzern wurde der Verkauf in 2006 berücksichtigt.
Der Absatzrückgang im Gesamtmarkt durch die schlechte Witterung in den umsatzrelevanten Monaten Mai bis September und der Wegfall der Sonderkonjunktur durch die Fußballweltmeisterschaft wirkten sich negativ auf die Umsatzentwicklung aller Mineralwasser- und Getränkehersteller aus. Allein im absatzstärksten Monat Juli war in der gesamten Branche ein Absatzrückgang von 27 % zu verzeichnen. Trotz Rückgang der Umsatzerlöse der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG konnten die Kernmarken Krumbach, Teinacher und Staatl. Fachingen ein Wachstum ihrer Marktanteile erzielen. Dies wird sich nachhaltig auszahlen. Werttreiber waren erneut die Produktinnovationen bei Mineralwässern mit Fruchtsaftanteil, Aromen und Zusatznutzen.
Der Umsatz in der AG reduzierte sich um 6,5 % auf E 110,7 Mill. (2006 E 118,4 Mill.) und im Konzern – bereinigt um die zum 01.01.07 veräußerte Tochter Güstrower Schlossquell GmbH – um 6,3 % auf E 117,8 Mill. (2006 bereinigt: E 125,7 Mill. bzw. unbereinigt E 132,5 Mill.).
Trotz wertmäßig gleich bleibenden Materialaufwands im Konzern – bereinigt um Güstrower – ist eine erhebliche Kostensteigerung zu verzeichnen, was auf die Mengen drückt. Gestiegene Energiekosten und deutlich höhere Rohstoffkosten für Gebindematerialien sowie Aroma-, Fruchtsaftkonzentrat- und Fruchtsaftkosten führten zu einer überdurchschnittlichen Belastung. Diese Kostensteigerung konnte 2007 nicht im umsatzwirksamen Verkaufspreis eingepreist werden.
Der Vorstand hat der Hauptversammlung am 11.06.08 vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG eine Dividende von E 0,43 je Stammaktie und von E 0,51 je Vorzugsaktie auszuschütten. Die Ausschüttungssumme wird bei entsprechendem Beschluß durch die Hauptversammlung rund E 3,9 Mill. betragen.
Im Mittelpunkt für 2008 stehen die Investitionen in Wachstumsmärkte sowie die Integration und Nutzung von Synergieeffekten der neu erworbenen Fruchtsaftgruppe Tucano Holding GmbH. Die anhaltende Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln stellt die Getränkebranche vor die Herausforderung, sich frühzeitig Wettbewerbsvorteile zu verschaffen. Mit der Investition in die Kaltaseptik-Technik ist die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG bereits jetzt in der Lage, spezifische Getränkevariationen unter Berücksichtigung der dafür notwendigen Qualitätsstandards zu entwickeln und am Markt anzubieten. Die Einführung der Krumbach Bio-Range Anfang des Jahres zeigt bereits erste Erfolge. Neben den Dachmarken Teinacher, Hirschquelle und Überkinger zeigt auch die Premium-Marke Staatl. Fachingen Wachstumspotential. Mit der Einführung der funktionalen Near-Water-Getränke Staatl. Fachingen Minalance werden die gewachsenen Konsumentenwünsche nach Getränken mit Zusatznutzen aktiv bedient und weitere Wachstumsimpulse generiert.
Für 2008 wird ein moderates Wachstum, abhängig von Witterungsverhältnissen und Preisentwicklung erwartet. Es wird eine intensivere Zusammenarbeit mit dem Handel angestrebt. Das Unternehmen geht zum jetzigen Zeitpunkt von steigenden Umsatzerlösen aus dem Markengeschäft aus.




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