Hotelmarkt Berlin wächst stramm

Die Hauptstadt der Deutschen wird ihrer Funktion zunehmend gerecht. Zu diesem Ergebnis kommt BNP Paribas Real Estate im „City Report Hotelmarkt Berlin“. Der Immobilienberater veröffentlicht ab sofort jährlich Hotelmarktberichte zu den Top 8 Standorten in Deutschland (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stuttgart).

Nachdem Paribas die gute Performance der Touristik in Berlin beschreibt: 30 Mill. Übernachtungen, neben London und Paris das Top-3-Ziel in Europa; Im Vergleich zum Vorjahr 2015 mehr als 1,5 Mill. zusätzliche Übernachtungen in Berlin, ein Anstieg von mehr als 5 %, womit die Hauptstadt souverän den ersten Platz unter den großen deutschen Standorten belegt und mehr Übernachtungen als München und Hamburg zusammen verzeichnet, wendet sich der Immobilienberater der Beherbergung zu. In Berlin ist die Zahl der erwähnenswerten Hotels zwischen den Jahren 2010 und 2015 um rund 6% auf insgesamt 531 angestiegen. Gleichzeitig wuchs die Bettenanzahl hier im selben Zeitraum um knapp 24% auf den bisherigen Spitzenwert von fast 113.000. Damit sind über den betrachteten Zeitraum viermal so viel Betten geschaffen worden wie Hotels. Dies weist darauf hin, daß die neuen Häuser mehr Zimmer haben als die zuvor entstandenen; durchschnittlich sind in der jüngeren Vergangenheit rund 192 Zimmer pro eröffnetes Hotel registriert worden. Entscheidend zu dieser Entwicklung hat auch die starke Expansion der Budget-/Economy-Hotellerie beigetragen. Positiv zu werten ist auch, daß das Hotel- und Bettenangebot weniger stark zugenommen hat als die Übernachtungszahlen. Dies verbessert den Ertrag der Hotels, was bei einem Überangebot nicht der Fall gewesen wäre.

Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht abzusehen: Aktuell sind 25 neue Hotels mit mehr als 5.300 Zimmern (bei einer Fertigstellung bis Ende 2018) geplant bzw. im Bau. Mit einem Investitionsvolumen von rund 647 Mill. € hat der Berliner Hotel-Investmentmarkt 2015 das Vorjahresergebnis um knapp 85% übertroffen und gleichzeitig einen neuen Rekord aufgestellt. Nach einem Rückgang im Jahr 2013 ist das Transaktionsvolumen kontinuierlich angestiegen und liegt aktuell deutlich über dem langjährigen Schnitt.

Im ersten Halbjahr 2016 hat sich diese Entwicklung mit weiter gestiegener Dynamik fortgesetzt. Mit investierten 562 Mill. € wurden bereits 87% des letztjährigen Gesamtergebnisses erreicht. Bemerkenswert der hohe Anteil ausländischer Käufer, der in den ersten sechs Monaten bei rund 89% lag, wovon der Großteil allerdings auf einen anteilig eingerechneten Portefeuilleverkauf entfällt, nämlich den des sogenannten Interhotel-Pakets, worüber wir ausführlich berichtetetn. Aktuell spricht vieles dafür, daß der Rekordumsatz aus 2015 im laufenden Jahr noch einmal übertroffen werden kann.

An den sogenannten Big-Seven-Standorten in Deutschland belief sich die Hotel-Investitionsvolumen im ersten Halbjahr auf gut 1,3 Mrd. €. Damit konnte das bereits sehr gute Vorjahresergebnis um ein Drittel übertroffen werden. Eindeutiger Spitzenreiter unter diesen Top-Standorten ist Berlin mit 562 Mill. €, das sich damit vor Frankfurt/M. (317 Mill. €) und Hamburg (188 Mill. €) plazieren konnte. Ein Ergebnis im dreistelligen Millionenbereich erzielte außerdem noch München, wo 145 Mill. € umgesetzt wurden. An den übrigen Standorten fällt der Umsatz dagegen bislang eher moderat aus.

Auch im zehnjährigen Durchschnitt des Transaktionsvolumens hat die Hauptstadt damit ihren knappen Vorsprung vor den drei anderen großen Metropolen bestätigen können. Paribas meint, es deute alles darauf hin, daß der Berliner Hotelmarkt seine Erfolgsstory auch in den Folgejahren fortschreiben werde.




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