Vapiano SE besorgt sich Geld an der Börse

Vapiano will die Expansion in neuen und bestehenden Märkten vorantreiben und die Anzahl der Restaurants bis Ende 2020 auf 330 nahezu verdoppeln. Um die Expansion zu finanzieren, wird ein Börsengang angesagt, „zur Plazierung neuer und bestehender Stammaktien“ im regulierten Marktsegment (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse. Hintergrund sind signifikante Wachstumschancen in Vapianos Fokusmärkten. Es soll im Verlauf dieses Jahres geschehen.

Zwischen 2010 und 2015 wuchs das Marktvolumen in den acht Märkten (Deutschland, Österreich, Niederlande, Vereinigtes Königreich, Schweden, Frankreich, USA und VR China), in denen sich die Kette bewegt, in jährlichen Raten von rund 9%. Bis 2020 wird das FCD-Segment voraussichtlich um 10% p.a. wachsen. Bis 2020 erreicht der Markt damit ein geschätztes Volumen von rund € 177 Mrd.

Vapiano hat in der Zeit von 2014 und 2016 die Gesamtumsatzerlös jährlich um rund 8,7% auf € 460,4 Mill. gesteigert. Das bereinigte EBITDA wird mit € 28,6 Mill. für 2016 angegeben.

Im Zusammenhang mit dem Börsengang erwartet die Gesellschaft ein Emissionsvolumen an neuen Aktien im Wert von rund € 85 Mill. Darüber hinaus erfolgt eine Veräußerung von Stammaktien durch bestehende Anteilseigner. Die finale Größe dieser Zweitplazierung ist noch festzulegen. Im Rahmen einer Mehrzuteilungsoption stellen verkaufenden Anteilseigner Anteile zur Verfügung.

Die endgültige Streubesitzquote nach Börsengang hängt von der Anzahl der neu durch die Gesellschaft ausgegebenen Aktien sowie der Anzahl der im Rahmen des Börsengangs an neue Investoren verkaufte Altaktien ab.

Das Unternehmen plant, den Großteil der Erlöse aus dem Angebot der neuen Aktien in das weitere Wachstum und die Expansion des Unternehmens in neuen und bestehenden Märkten zu investieren. Darüber hinaus soll ein nachrangiges Gesellschafterdarlehen in Höhe von €10 Mill. zurückgezahlt werden.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des beabsichtigen Börsengangs werden rund 44% des derzeitigen Grundkapitals der Vapiano SE überwiegend durch die Mayfair Vermögensverwaltung gehalten. Weitere 30% hält Gregor Gerlach, Gründer von Vapiano, durch die VAP Leipzig GmbH & Co. KG. Hans-Joachim und Gisa Sander halten mit ihrer Holding Exchange Bio GmbH 25%. Das Management hält weniger als 1%. Die Mayfair Vermögensverwaltung und das Management beabsichtigen nicht, ihre bestehenden Aktien im Rahmen des Börsengangs zu verkaufen.
Das öffentliche Angebot findet in Deutschland und Luxemburg statt und umfaßt Aktienverkaufsangebote an bestimmte institutionelle Investoren in Deutschland und weiteren Jurisdiktionen außerhalb der Vereinigten Staaten von Amerika, gemäß Regulation S des US-amerikanischen Securities Act von 1933 in der jeweils gültigen Fassung (der „Securities Act“) sowie an qualifizierte institutionelle Käufer in den Vereinigten Staaten von Amerika gemäß Rule 144A des Securities Acts, heißt es in der Mitteilung des Unternehmens.




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