Mitchells & Butlers setzt auf erstklassige Lagen

Bernd Riegger

Die Mitchells & Butlers Germany GmbH meldet für 2017 Umsatzwachstum in Höhe von 4,9% auf € 110,8 Mio., das sind € 5,2 Mio.mehr. Wie es heißt, sind diese primär über die bestehenden Outlets generiert, weniger durch den Neuzugang eines Alex in Aachen im Frühjahr 2017. Was an Gewinn übrig blieb, wird nicht verraten. Er soll um mehr als 9% gewachsen sein. „Eines unserer Hauptziele für das vergangene Geschäftsjahr war die Gewinnmaximierung über den Bestand“, sagt Bernd Riegger, Geschäftsführer seit 1999.

Die Mitchells & Butlers Germany GmbH ist mit dem Jahresergebnis 2017zufrieden, sieht für 2018 allerdings Wolken am Himmel und beschwert sich überVorgaben und Überregulierungen (z.B. bürokratischer Auswand durch die Mindestlohnbestimmungen oder starre Arbeitszeitgrenzen). Außerdem wird es immer schwieriger, Mitarbeiter zu finden und zu halten. Hier hilft dem Unternehmen eine eigene Akademie, die für alle Beschäftigen konzipiert ist und Auszubildende bis Betriebsleiter fortbildet. Das Thema Expansion hat nach der Konsolidierungsphase einen neuen Stellenwert erhalten. Motto ist: Qualität vor Quantität. Ein Expansionswettlauf wird nicht stattfinden. Bei Neueröffnungen konzentriert man sich auf ganztägig stark frequentierte Toplagen in Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern, die mindestens € 1,8 Mio. Bruttoumsatz im Jahr generieren können. Die Immobilienangebote müssen überzeugen, die Mietzeiträume großzügig bemessen sein. Mit Profitabilität überzeugte die Firma Vermieter und sicherte sich gleich vier Toplagen, die bis Mitte 2019 eröffnen: Alex Berlin Mercedes Platz (Herbst 2018), Alex Frankfurt MyZeil (Frühjahr 2019) und Alex Hamburg Überseebrücke (Frühjahr 2019). Mit Spannung erwartet man im übrigen auf die für Herbst 2018 vorgesehene deutsche Premiere des in Großbritannien erfolgreichen Steakhouse-Konzeptes „Miller & Carter“ an einem Premiumstandort, direkt an der Frankfurter Alten Oper. Falls es angenommen wird, soll es multipliziert werden.

Kurzfristige Absagen bei Reservierungen oder nicht erscheinende Gäste machen der Branche zunehmend zu schaffen und führen zu Umsatzeinbußen. Dazu gibt es bereits brancheninterne Überlegungen US-amerikanische Praktiken einzuführen, bei denen Kreditkartennummern bei Reservierungen hinterlegt werden müssen. Das lehnt Bernd Riegger ab: „Natürlich haben wir ... auch manchmal Leerstände wegen nicht erschienener Gäste, aber dank des auf unsere Anforderungen abgestimmten, selbst entwickelten Online-Reservierungssystems sind sie verschwindend gering.“ So enthält die Online-Reservierungsbestätigung z.B. einen Link zum einfachen Stornieren, und am Vortag des geplanten Restaurantbesuchs wird eine Erinnerungsmail versendet, ebenfalls mit Stornolink. 10.000 Reservierungen wurden so im vergangenen Jahr rechtzeitig abgesagt und verursachten so keine finanziellen Einbußen. Und noch einen Vorteil hat dieses System: Es erstellt Wartelisten und versendet automatische Benachrichtigungsmails, wenn sich an der Buchungssituation im Wunschbetrieb etwas verändert hat. 195.000 und damit 65% aller Reservierungen erfolgten 2017 bei Alex online, 75% davon werden mobile getätigt. Das setzt eine einfache Handhabung und ein optimiertes Feature der Unternehmenswebseite voraus, die für mobile Endgeräte eingerichtet ist.
Quelle: Nfh Neue Fakten hotelintern 04/18




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