Hotelinvestments: Mehr Transaktionen

Mit einem Investitionsvolumen von € 1,9 Mrd. erzielen Hotel-Investments im ersten Halbjahr 2018 erneut ein fabelhaftes Ergebnis. Gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert wurde noch einmal 19 % mehr in diese Assetklasse investiert. Nur 2016, als der Verkauf des Interhotel-Portefeuilles den Umsatz in diesem Segement befeuerte, konnte ein noch besserer Wert registriert werden. Dies ergibt eine Betrachtung von BNP Paribas Real Estate.

Bezogen auf Einzeldeals ist das jetzige Halbjahresresultat das beste aller Zeiten: Hier wurden fast € 1,6 Mrd., bzw. 84 % des Umsatzes generiert. Das Volumen im Portefeuillesegment fiel dagegen mit etwas mehr als € 300 Mio. leicht unterdurchschnittlich aus. Bei den Einzelverkäufen gab es dabei gleich eine ganze Reihe außergewöhnlich großer Deals. Zu den größten Transaktionen zählen das Hilton Berlin für fast € 300 Mio., das Leonardo Royal München für etwas weniger als € 160 Mio. sowie das Maritim Köln für rund € 120 Mio. Da gegenüber dem Vorjahr noch einmal deutlich mehr Hoteltransaktionen registriert wurden, liegt das durchschnittliche Volumen pro Verkauf mit knapp € 29 Mio. nichtsdestotrotz leicht unter dem Vorjahreswert.

Wie auch in den Vorjahren fußt das Ergebnis auf einer sehr breit aufgestellten Nachfrageseite. An vorderster Front gruppieren sich Immobilien AG/REIT sowie Spezialfonds mit knapp 20 % bzw. rund 19 %. Dabei verdanken erstere diese Positionierung weniger der Anzahl als vielmehr der Größe ihrer Investments. Auf dem dritten Rang finden sich Corporates mit knapp 15 %. Auf ihr Konto gehen auch mit Abstand die meisten Ankäufe. Projektentwickler haben sich eine Reihe älterer Hotelimmobilien gesichert, um Potentiale zu heben und steuern damit gut 9 % bei. Neben Investment/Asset Managern (8 %), Versicherungen (7 %) und geschlossenen Fonds (5 %) war noch eine breite Range weiterer Investoren beteiligt, die in der Summe für die verbleibenden 17 % verantwortlich zeichnen.

Die Verteilung der Investments nach Größenklassen spiegelt die Marktlage deutlich wider: Für keine Kategorie kann anlegerseitig eine besondere Präferenz konstatiert werden, vielmehr bestimmt die Angebotsseite, in was investiert wird. Dank der genannten Großtransaktionen entfällt zur Jahresmitte der größte Anteil mit rund 36 % auf Abschlüsse im dreistelligen Millionenbereich. Das zweitstärkste Größensegment umfaßt eher kleinere Hotelverkäufe zwischen € 10 und € 25 Mio.(rund 27 %), wiederum gefolgt von Deals im hohen zweistelligen Millionenbereich (21 %). Weitere 11 % stellt die Kategorie € 25-50 Mio., und die übrigen 5 % entfallen auf kleinere Hotels im Wert von ca.€ 10 Mio.

BNP erwartet, daß ganzjährig wohl eine Summe von € 4 Mrd. realisiert werden könnten, das wäre allerdings deutlich weniger als 2017.




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