Wie ein Familienhotel eine Nische ausfüllt

Die Welt vergessen in der Natur vor der Spa Villa im Hotel Keßler-Meyer

Cochem an der Mittelmosel ist nicht nur Heimat des Weins sondern auch die des Hotels Keßler-Meyer. Schon der Name ist Programm. Hier fanden sich zwei Familien, wobei die Keßlers die Gastgebergene und die Meyers die des Weins einbrachten. Daraus ist ein Wellness Hotel entstanden, wie es spezieller kaum sein kann. Die Chefredaktion von NFh durfte sich hier ein wenig umsehen.

Wenn man die Autobahn Koblenz – Trier verläßt, um nach Cochem zu kommen, fährt man durch Wiesen, Wald und Feldern, durch die Ausläufer der Eifel hinunter in das Tal der Mosel, die hier ursprünglich zwei aufeinander treffende Gebirge, die Eifel und den Hunsrück durchbrach auf ihren Weg zum Deutschen Eck in Koblenz. Seit den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts ist sie gezähmt, auf Wunsch der Franzosen zur Schiffahrtsstraße ausgebaut, wie sie es sich im Vertrag zur Rückkehr des Saarlands ausbedungen. Damals zum Transport von Kohle und Erz, heute eigentlich nur noch zu dem der Ausflugs- und Sportboote. Den ursprünglichen Charme hat die Mosel nicht verloren. Sie ist eine Attraktion für Touristen welche die Moselromatik schätzen, wenn auch die aus Übersee nicht mehr so zahlreich wie früher hier einfallen.

Etwas außerhalb des Ortes an den Hang gebaut befinden sich vier Gebäude, von denen ein runder Turm das auffallendste ist. Wenn man ihn sieht, wird deutlich, hier ist das Moselromantik Hotel Keßler-Meyer. Die Hang- und Gartenlage schaffen immer wieder Überraschungen, und es braucht einen Augenblick, ehe man sich im Hotel zurecht findet. Überall gibt es offene und geschlossene öffentliche Bereiche, in denen sich das Verweilen und Schauen lohnt.

Schon früh hat die Familie – heute ist die zweite Generation am Schlag – entdeckt, daß eine Spezialisierung der Ferienanlage nötig sei, um sich aus dem allgemeinen Umfeld abzuheben. Die Keßlers – der weibliche Zweig – hatte schon zuvor in der Innenstadt Hotellerie und Gastronomie, womit der allgemeine Fremdenverkehr bedient wurde und wird. Hier am Hang ist dann ein Wellness Hotel entstanden mit Ausrichtung auf Wein und Kosmetik.
Den Wein brachte Rudolf Meyer mit, Önologe mit einem Labor für die Wissenschaft und Technologie, die für den professionellen Winzer essentiell ist. Aus diesen Kontakten entwickelten sich die Beziehungen zum guten Wein, den man im Haus genießen und erstehen kann. Und was kann es schöneres geben als einen guten Tropfen dort zu verkosten, wo er aus der Traube gewonnen wird. Wohlbefinden stellt sich so ohne Mühe ein, für Wellness braucht es schon mal welche, aber nicht immer.

Für das mühelose Wellness ist die Spa Villa des Hotels. Ehemals das Wohnhaus der Familie Rudolf Meyer, war es nach dem Tod der Mutter von David, heute Chef im Haus, einfach zu groß für den Senior und wurde dem Hotel als Kosmetikeinheit hinzu gefügt. Hier lassen sich in der Tat außergewöhnliche Momente erleben in einer Umgebung, die einfach zum Entspannen einlädt, wo Innenarchitektur zeigt, was sie kann. Die Kosmetikserie ist von Babor, die Marke, die in der gehobenen Hotellerie so etwas wie Marktführerschaft hat. Daneben gibt es die von Carpe Vino, die auf Traubenkernöl basiert und dazu kommt demnächst eine weitere aus der Steiermark. Wer sich damit behandeln läßt, erlebt anti-aging pur und vergißt sogar, in welch komfortablen Umgebung er sich befindet. Dessen wird man aber spätestens wieder gewärtig, sobald die Augen aufgeschlagen sind.

Das Haus ist nicht nur gut für Wellness-Anwendungen, Die Umgebung lädt ein, sich an der frischen Luft zu bewegen, die Mosellandschaft lüftet den Kopf, animiert zum Loslassen, fördert den Appetit, für den die Restauration des Hauses auch etwas zu bieten hat.




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