Die Lage der Hotellerie in Europa

Der Hotelverband Deutschland (IHA) hat sich zur Lage in der deutschen Hotellerie geäußert und dabei festgestellt, daß die Zimmerauslastung im ersten Halbjahr unter die 60-Prozent-Marke rutschte und zwar ging sie um 7,3% auf 57,5% zurück. Flughafenhotels (15,4%) und 5-Sterne-Hotels (-9,4 %) waren überproportional betroffen. Die durchschnittlichen Zimmerpreise fielen um 7,8% auf € 82,-. Verluste in Höhe von 10,8% mußten Hotels hinnehmen, die normalerweise mehr als € 100,- je Zimmer erlösen. Die Zimmerraten von Hotels im Luxussegment gingen um 9,8% zurück.
Sinkende Auslastungsquoten und Durchschnittspreise ergeben stark verringerte Einnahmen je verfügbarem Zimmer. Sie gaben um 14,5% nach (alles im Verhältnis zum Vorjahreszeitraum). Der durchschnittliche Erlös je verfügbarem Zimmer lag im ersten Halbjahr nur noch bei € 47,-. Dramatische Verlierer sind Flughafenhotels, die 22,9% weniger erlösten, Hotels in größeren Städten mit minus16,5% und Häuser im 5-Sterne-Bereich mit minus 18,3%.
Der Hotelverband stützt sich bei diesen Angaben auf Ermittlungen von Smith Travel Research. Es wurden 700 Hotels mit fast 120 000 Zimmern untersucht. Der Verband macht allerdings darauf aufmerksam, daß größere Hotels, gehobene Kategorien und Großstädte überproportional im Paneel vertreten sind, so daß die Ergebnisse die Situation des Hotelmarktes im engeren Sinne darstellen, jedoch nicht der Beherbergungsmarkt in Deutschland in seiner gesamten Bandbreite repräsentativ abgebildet wird.
Smith Travel Research hat auch den europäischen Markt untersucht und dabei festgestellt, daß im Juni ds.Js. verglichen mit dem Juni 2008 die Auslastung in der Hotellerie um 7,3% zurückgegangen ist und 66,4% erreichte. Durchschnittliche Erlöse wurden mit € 99,37 ermittelt, 13,6% unter dem Vorjahreswert. Die Revenue par available room erreichten € 65,94 und lagen um 19,9% unter denen des Juni 2008. In sechs Großstädten gingen die RevPar um mehr als 40 % zurück, in Düsseldorf 62,2 % auf € 42,80, in Salzburg um 51% auf € 46,55, Köln 48,9% auf € 39,79, in Wien um 45,2% auf € 68,19 und schließlich in Zürich um 40,7% auf € 103,48.




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