Heineken verkauft Anteile an Ottakringer

Neuordnung in der österreichischen Brauwirtschaft. Die Ottakringer haben 13,43% der Anteilsscheine von Heineken zurückgekauft, die den Holländern durch die Übernahme der Brau Union zuflossen.
Gekauft haben die Brauerei-Familien den Anteil über die Ottakringer Holding AG, die im Besitz der Familien Wenckheim (65%), Menz (15%), Pfusterschmid und Trauttenberg steht. Gehandelt wurden 172 454 Stammaktien und 4 370 Vorzugsaktien. Nach der Übernahme der Brau Union AG durch Heineken im Jahr 2003 begannen die Gespräche mit den österreichischen Familien. Da Heineken bekanntlich nur an Beteiligungen interessiert ist, bei denen Einfluß auf die Geschäftsführung genommen werden kann, ist die jetzige Entwicklung folgerichtig.
Gleichzeitig fusionieren die Ottakringer Brauerei AG und die Vöslauer Mineralwasser AG und werden Teil der neu gegründeten Holding Ottakringer Getränke AG. Damit entsteht ein börsennotierter Getränkehersteller mit einem Umsatzvolumen von rund # 200 Mill., wie das in Wien erscheinende WirtschaftsBlatt berichtet.
Der gleichen Quelle zufolge haben bis Juni 2009 die 60 Brauereien des Heineken-Konzerns in Zentral/Osteuropa etwa 10% weniger Bier verkauft. Vor allem in den rezessionsgeschüttelten Märkten Polen (- 10%) Rumänien (- 11%) und Russland (- 8%) wird weniger Bier getrunken als vor einem Jahr. In Österreich sind die Bierverkäufe der Heineken-Tochter Brau Union im ersten Halbjahr um 11% geschrumpft, bei einem Marktrückgang um 6%.




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