Magnesium hilft bei Depression

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Es wird geschätzt, daß weltweit ca. 350 Mill. Menschen depressiv sind. Das belastet die Patienten, die Angehörigen und die gesamte Gesellschaft. Traditionelle Behandlungsansätze wie Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) helfen dabei, sind aber auch eine Belastung, weil teuer, aber auch aufgrund von Nebenwirkungen. Ein alternativer oder zumindest komplementärer Ansatz wurde bereits in früheren Studien als potentiell hilfreich bei Depressionen gefunden: Magnesium. Allerdings gab es bisher nur wenige kontrollierte klinische Studien zur Wirksamkeit. Eine Ernährungswissenschaftlerin und Forschungsmanagerin des Bionutrition-Labors des klinischen Forschungszentrums der Universität von Vermont, mit Namen Tarleton, untersuchte in ihrer Doktorarbeit gemeinsam mit Prof. Daley und Kollegen den Effekt von Magnesium auf Depression.

In einer klinischen Studie wurden Patienten in einem Block zufällig einer Magnesiumbehandlung zugewiesen und in einem weiteren Block nicht behandelt (randomisiertes, überkreuzendes Blockdesign). Die zusätzliche Aufnahme von Magnesium über sechs Wochen verbesserte deutlich die Depressionssymptome.

Die Nahrungsergänzung mit Magnesium wurde allgemein gut vertragen. 61 % der Teilnehmer gaben an, auch weiter Magnesium einnehmen zu wollen. Die Wirksamkeit der Behandlung schien dabei unabhängig von Faktoren wie Alter, Geschlecht, Schweregrad der Depression. Die Wirkung des Minerals trat dabei im Allgemeinen innerhalb von zwei Wochen ein.

Magnesium zeigte damit eine gute Wirksamkeit bei leichter bis moderater Depression bei erwachsenen Patienten. Es wirkte schnell und wurde gut vertragen. Es ist bisher unklar, wie die Wirkung zustande kommt, jedoch spielt das Mineral u. a. eine wesentliche Rolle bei Blutdruckkontrolle, Herzrhythmus und der Bekämpfung von Entzündungen im Körper, alles auch Faktoren bei Stress, Ängsten und erhöhter Belastung.

Weitere Studien sollen nun auch die Wirksamkeit im Blindverfahren (bei dem die Patienten nicht wissen, ob sie einen Wirkstoff oder Placebo erhalten) testen und mögliche Mechanismen der Wirkung untersuchen. Grundsätzlich scheint Magnesium allerdings schon jetzt eine sinnvolle Nahrungsergänzung bei Depressionen zu sein.

Siehe auch. http://www.nfh-online.de/2230-depressionen-omega-3-fettsaeuren-helfen




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